Honig, Gramm

Honig: 40 Gramm täglich senken Blutzucker und Cholesterin

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 08:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Metastudie belegt positive Effekte von Honig auf Stoffwechselwerte, jedoch nur als Zuckerersatz und bei bestimmten Sorten.

Honig-Studie: Blutzucker und Cholesterin natürlich senken
Ein hölzerner Honiglöffel in einem Glas mit rohem Honig auf einem Labortisch, daneben wissenschaftliche Utensilien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle Untersuchungsergebnisse des Clinical Nutrition and Risk Factor Modification Centre werfen ein neues Licht auf die physiologischen Auswirkungen von Honigkonsum. Die im Juli 2026 veröffentlichten Daten konkretisieren die potenziellen Vorteile des Naturprodukts für das Management von Stoffwechselparametern, sofern bestimmte Voraussetzungen bei der Auswahl und dem Verzehr erfüllt sind.

Metastudie liefert Evidenz für Stoffwechselverbesserungen

Die Grundlage für die wissenschaftliche Einordnung bildet unter anderem eine bereits im Jahr 2022 in der Fachzeitschrift Nutrition Reviews erschienene Metastudie. Das Clinical Nutrition and Risk Factor Modification Centre wertete dafür die Ergebnisse von insgesamt 18 kontrollierten Studien aus, an denen 1.105 Probanden teilgenommen hatten. Im Fokus der Untersuchung stand die Frage, wie sich eine tägliche Gabe von Honig über einen Zeitraum von durchschnittlich acht Wochen auf zentrale Blutwerte auswirkt.

Den Forschungsergebnissen zufolge führte der Konsum von 40 Gramm Honig pro Tag zu einer messbaren Senkung der Nüchternglukose. Neben der Regulation des Blutzuckerspiegels wurden zudem positive Effekte auf das Lipidprofil der Teilnehmer beobachtet. So sank der Spiegel des LDL-Cholesterins, während das als vorteilhaft geltende HDL-Cholesterin einen Anstieg verzeichnete. Diese Resultate deuten darauf hin, dass Honig über rein energetische Aspekte hinausgehende metabolische Wirkungen entfalten kann.

Einfluss der Honigsorte und der Verarbeitung

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Ein wesentlicher Aspekt der Forschungsarbeit ist die Differenzierung nach Honigsorten und deren Verarbeitungsprozessen. Nicht jedes Produkt erzielte in den Untersuchungen die gleichen physiologischen Effekte. Als besonders wirksam identifizierten die Forscher Robinienhonig (häufig als Akazienhonig gehandelt), Kleehonig sowie generell Rohhonig.

In diesem Zusammenhang betonten die Experten die Bedeutung der thermischen Behandlung. Eine Pasteurisierung, wie sie bei vielen industriell abgefüllten Honigen im Handel üblich ist, zerstöre laut den Erkenntnissen des Clinical Nutrition and Risk Factor Modification Centre die positiven Effekte auf die Stoffwechselparameter. Die bioaktiven Substanzen, die für die Senkung des Blutzuckers und die Verbesserung der Cholesterinwerte verantwortlich gemacht werden, scheinen demnach hitzeempfindlich zu sein.

Notwendigkeit der Substitution statt Ergänzung

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Trotz der beobachteten gesundheitlichen Vorteile unterstreichen die Forschungsergebnisse eine strikte Bedingung für die praktische Anwendung im Rahmen einer gesunden Ernährung. Der positive Effekt auf die Nüchternglukose und die Blutfettwerte stellte sich den Daten zufolge nur dann ein, wenn Honig als direkter Ersatz für raffinierten Zucker verwendet wurde.

Wird Honig lediglich als zusätzliches Süßungsmittel in einen bestehenden Speiseplan integriert, ohne die Aufnahme anderer Zuckerarten zu reduzieren, lassen sich die genannten Vorteile nicht replizieren. Die Forscher warnen daher davor, Honig als reines Nahrungsergänzungsmittel zu betrachten. Vielmehr müsse eine gezielte Substitution von herkömmlichem Haushaltszucker durch hochwertige, unpasteurisierte Honigsorten erfolgen, um die metabolische Bilanz positiv zu beeinflussen.

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