Honig: Metastudie belegt Senkung von Blutzucker und Cholesterin
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 21:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Honig ist mehr als nur ein Süßungsmittel. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Naturprodukt gezielt Blutzucker und Cholesterinwerte verbessern kann – unter bestimmten Bedingungen.
Was Honig wirklich im Körper bewirkt
Eine Metastudie des Clinical Nutrition and Risk Factor Modification Centre in Toronto liefert die Fakten. Die Forscher werteten 18 klinische Studien mit über 1100 Teilnehmern aus. Ihr Fazit: Wer täglich rund 40 Gramm Honig über acht Wochen zu sich nimmt, kann signifikante Verbesserungen seiner Stoffwechselwerte erwarten.
Konkret sanken die Nüchternglukose und das LDL-Cholesterin. Gleichzeitig stieg das HDL-Cholesterin an – das gilt als gefäßschützend. Die entscheidende Einschränkung der Autoren: Honig entfaltet seine positiven Effekte nur dann, wenn er raffinierten Zucker ersetzt. Wer ihn zusätzlich konsumiert, profitiert nicht.
Nicht jeder Honig ist gleich wirksam
Die Studie identifizierte klare Gewinner: Robinienhonig (oft als Akazienhonig verkauft), Kleehonig und naturbelassener Rohhonig schnitten am besten ab. Entscheidend ist der Verarbeitungsgrad.
Das Problem: Pasteurisierung zerstört wertvolle Inhaltsstoffe wie Enzyme, Antioxidantien und Pollen. Roher Honig behält diese bioaktiven Verbindungen. Die Folge: Sein glykämischer Index liegt mit 50 bis 58 deutlich unter dem von Haushaltszucker, der den Blutzucker rapide in die Höhe treibt.
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Was Avocados mit Herzgesundheit zu tun haben
Die gezielte Beeinflussung von Cholesterinwerten bleibt ein zentrales Forschungsthema. Eine aktuelle Studie der Penn State University untersuchte den Effekt von Avocados auf das Herzerkrankungsrisiko. Bei 786 Erwachsenen senkte der tägliche Avocado-Konsum die LDL-Partikelkonzentration um 49 nmol/L – das entspricht einer statistischen Risikoreduktion von vier Prozent.
Bei Honig führen Forscher die Wirkung auf über 200 verschiedene Verbindungen zurück. Besonders Methylglyoxal steht im Fokus. Der Stoff kommt vor allem in Manuka-Honig in hohen Konzentrationen vor und ist für seine antibakterielle Wirkung bekannt.
Die bittere Wahrheit hinter der Süße
Trotz aller positiven Effekte: Honig bleibt ein Lebensmittel mit hohem Zuckeranteil. Ernährungsmediziner warnen vor übertriebenen Erwartungen. Zwar besitzt Honig marginal bessere Eigenschaften als raffinierter Zucker, ist aber dennoch kalorienreich.
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Für Patienten mit strikter Kalorienkontrolle empfehlen Experten Alternativen wie Stevia oder die Mönchsfrucht – beide haben einen glykämischen Index von null.
Die aktuelle Studienlage zeigt jedoch: Wer seinen Haushaltszucker bewusst durch hochwertigen, unpasteurisierten Honig ersetzt, kann einen Beitrag zur Regulierung von Blutzucker und Blutfettwerten leisten. Wichtig dabei: Honig nicht zu stark erhitzen, sonst gehen die empfindlichen Inhaltsstoffe verloren.
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