Honig: Metastudie belegt Senkung von Blutzucker und LDL-Cholesterin
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 14:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine im Jahr 2022 in der Fachzeitschrift Nutrition Reviews veröffentlichte Metastudie liefert detaillierte Einblicke in die kardiometabolischen Auswirkungen von Honig. Forscher des Clinical Nutrition Centre in Toronto werteten dafür die Daten aus 18 klinischen Studien aus, an denen insgesamt 1105 Probanden teilgenommen hatten. Die Ergebnisse der Untersuchung legen nahe, dass Honig bei einer spezifischen Form der Anwendung signifikante Vorteile für die Stoffwechselgesundheit bieten kann, insbesondere im Hinblick auf die Blutzuckerregulierung und das Lipidprofil.
Auswirkungen auf Glukose- und Lipidwerte
Die Analyse der Studiendaten ergab, dass ein täglicher Konsum von durchschnittlich 40 Gramm Honig über einen Zeitraum von acht Wochen messbare physiologische Veränderungen bewirkte. Die Forscher beobachteten eine Senkung der Nüchternglukose sowie eine Reduktion des LDL-Cholesterins (Low-Density Lipoprotein), das als wesentlicher Risikofaktor für Gefäßerkrankungen gilt. Parallel dazu konnte ein Anstieg des HDL-Cholesterins (High-Density Lipoprotein) festgestellt werden, welchem eine schützende Funktion im Herz-Kreislauf-System zugeschrieben wird.
Die Wirksamkeit des Naturprodukts variiert jedoch stark nach Sorte und Herkunft. Als besonders effektiv erwiesen sich in den Untersuchungen Robinien- und Kleehonig sowie generell Honig in seiner rohen, unverarbeiteten Form. Diese Sorten zeigten die deutlichsten positiven Effekte auf die untersuchten Blutwerte.
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Differenzierung zwischen rohem und pasteurisiertem Honig
Ein entscheidender Faktor für den gesundheitlichen Wert des Honigs ist laut den vorliegenden Erkenntnissen der Verarbeitungsgrad. Roher Honig zeichnet sich durch einen natürlichen Gehalt an Enzymen, Antioxidantien und Pollenrückständen aus. Diese Inhaltsstoffe gehen bei der industriellen Pasteurisierung, bei der das Produkt stark erhitzt wird, größtenteils verloren.
Zudem verändert die thermische Behandlung die glykämische Last des Honigs. Während roher Honig einen moderaten Einfluss auf den Blutzucker hat, weist pasteurisierter Honig einen höheren glykämischen Index auf, was zu schnelleren und stärkeren Blutzuckerschwankungen führen kann. Experten raten deshalb dazu, Honig nicht zu erhitzen, da die Verarbeitung die spezifischen gesundheitlichen Vorteile reduziert. Dies gilt auch für die Verwendung in heißen Getränken oder beim Kochen, sofern die kardiometabolischen Effekte im Vordergrund stehen.
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Strategische Integration in die Ernährung
Die Studienautoren und Ernährungsexperten betonen, dass Honig nicht als zusätzliche Zuckerquelle betrachtet werden darf. Die positiven Resultate der Metastudie beziehen sich auf Szenarien, in denen Honig als direkter Ersatz für herkömmlichen Haushaltszucker oder andere Süßungsmittel verwendet wird.
Eine bloße Ergänzung des täglichen Speiseplans um Honig, ohne die sonstige Zuckerzufuhr zu reduzieren, würde die beobachteten Vorteile aufheben. Um die kardiometabolische Gesundheit zu fördern, sollte Honig somit strategisch eingesetzt werden, um raffinierte Zuckerarten zu substituieren, anstatt die Gesamtkalorienaufnahme zu erhöhen.
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