Intervallfasten: Studie belegt bessere rÀumliche Planung im Alter
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 13:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Studie der Rutgers University zeigt: Zeitlich begrenztes Essen verbessert die kognitive LeistungsfÀhigkeit im Alter. Die Ergebnisse wurden Ende Juli auf der Jahrestagung der US-amerikanischen ErnÀhrungsgesellschaft in Maryland prÀsentiert.
So lief die Studie
An der sechsmonatigen Pilotstudie unter Leitung von Sue Shapes nahmen 47 ĂŒbergewichtige Frauen zwischen 50 und 79 Jahren teil. Ziel war der Vergleich von Intervallfasten mit herkömmlicher Kalorienreduktion.
Beide Gruppen reduzierten ihre tĂ€gliche Energiezufuhr um 500 Kilokalorien. Der Unterschied: Eine Gruppe aĂ nur in einem Neun-Stunden-Fenster (10 bis 18 Uhr) â die Kontrollgruppe verteilte die Mahlzeiten ĂŒber zwölf Stunden. Die Fasten-Gruppe praktizierte dabei âDinner Cancelling": Die letzte Mahlzeit lag mehrere Stunden vor dem Schlafengehen.
Bessere Planung, klareres Denken
Beide Gruppen verloren durchschnittlich sieben Kilogramm. Doch bei den kognitiven Tests zeigten sich deutliche Unterschiede.
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Die Intervallfasten-Gruppe schnitt signifikant besser bei rĂ€umlicher Planung und Problemlösung ab â gemessen am SOC-Test (Stockings of Cambridge). Je kĂŒrzer das Essensfenster, desto gröĂer die Verbesserung.
Bei GedÀchtnis- und Lerntests zeigte sich ein Trend zu weniger Fehlern, allerdings statistisch schwÀcher ausgeprÀgt. Keine Unterschiede gab es bei Multitasking und Reaktionszeit.
Was dahintersteckt
Die Forscher ordnen die kognitiven ZuwĂ€chse als moderat ein, sehen aber Potenzial fĂŒr die PrĂ€vention von altersbedingtem Abbau. Als mögliche Ursachen diskutieren Fachleute eine verbesserte InsulinsensitivitĂ€t, weniger EntzĂŒndungen und die Förderung der Autophagie â einem zellulĂ€ren Reinigungsprozess. Auch die Synchronisation mit dem zirkadianen Rhythmus und die Produktion von Ketonkörpern könnten eine Rolle spielen.
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Noch vorlÀufig
Die Ergebnisse gelten als vorlĂ€ufig und haben noch kein vollstĂ€ndiges Peer-Review durchlaufen. Zudem handelt es sich um eine kleine Pilotstudie. Weitere Untersuchungen mit gröĂeren und diverseren Teilnehmergruppen sind nötig, um die langfristigen Effekte auf die Gehirngesundheit und ein mögliches Potenzial zur Senkung des Demenzrisikos zu bewerten.
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