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iOS 27 Beta: Apple und Google rüsten Siri mit KI-Anruftools auf

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 02:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Google integriert Gemini-Notizen in Voice, Apple startet iOS 27 Beta mit Siri AI für High-End-Modelle.

KI-Transkription: Google und Apple revolutionieren Telefonate
Smartphone-Oberfläche mit KI-generierten Gesprächsnotizen und Transkription, Symbol für mobile Produktivitätstools. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Zwei Tech-Giganten katapultieren die mobile Produktivität auf ein neues Niveau. Sowohl Google als auch Apple haben am Dienstag dieser Woche KI-gestützte Werkzeuge vorgestellt, die Telefonate automatisch transkribieren und zusammenfassen können. Ein Schritt, der Arbeitsabläufe grundlegend verändern dürfte.

Google Voice bekommt Gemini-Notizfunktion

Mit einem Update am 15. Juli 2026 hat Google eine mit Gemini betriebene Funktion namens „Take notes for me" in Google Voice integriert. Nutzer können die Mitschrift während eines Gesprächs mit einem einzigen Tippen starten. Nach Beendigung des Anrufs erstellt das System automatisch eine Zusammenfassung, ein vollständiges Transkript und eine Audioaufnahme. Diese werden per E-Mail versendet und in den Anrufprotokollen gespeichert.

Die Funktion ist zunächst nur auf Englisch verfügbar und richtet sich an professionelle Anwender. Voraussetzung sind bestimmte Google-Workspace-Tarife – konkret Business Standard, Business Plus, Enterprise Standard oder Enterprise Plus. Administratoren müssen den Dienst manuell freischalten, um die Unternehmensrichtlinien einzuhalten. Google betont zudem, dass die erfassten Daten nicht zum Training der zugrunde liegenden KI-Modelle verwendet werden.

Apple öffnet Siri AI für Tester

Parallel dazu hat Apple am selben Tag die öffentliche Beta von iOS 27 veröffentlicht. Sie enthält die lang erwartete Siri AI. Das Update bringt eine eigene Siri-AI-App sowie eingebettete Werkzeuge im gesamten Betriebssystem mit. Dazu gehört eine expressive Sprachausgabe in amerikanischem Englisch. Die Systeme nutzen Modelle, die mit Unterstützung von Google Gemini durch Destillation entwickelt wurden – ein Verfahren zur Verbesserung der natürlichen Sprachverarbeitung.

Die neuen KI-Funktionen bleiben jedoch High-End-Geräten vorbehalten: dem iPhone 17 Pro, dem iPhone 17 Pro Max und dem iPhone Air. Neben der Anruf-Intelligenz bietet die Beta deutliche Leistungssteigerungen: Apps starten 30 Prozent schneller, die AirDrop-Geschwindigkeit steigt um 80 Prozent. Einen Termin für die Veröffentlichung in Europa oder China gibt Apple noch nicht – die Rede ist von anhaltenden regulatorischen Hürden in diesen Regionen.

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Entwickler setzen auf lokale Verarbeitung

Auch der Markt für Drittanbieter-Anwendungen entwickelt sich rasant weiter. Der Trend geht zur privatsphärenfreundlichen, geräteinternen Verarbeitung – um lästige Bots in digitalen Meetings zu vermeiden. Seit Mitte Juli 2026 gilt Granola AI als erste Wahl für Nutzer, die „botlose" Meeting-Unterstützung suchen. Willow kündigte am 14. Juli an, alle bisherigen Abonnementgebühren zu streichen und bietet nun unbegrenzte, kostenlose KI-Diktierfunktion auf iOS an.

Sicherheitsorientierte Apps drängen ebenfalls in den Markt. Savi Security launchte Anfang des Monats seine mobile Anwendung – nach einer Startfinanzierung von 7 Millionen Euro. Die Software bietet Live-Überwachung von Anrufen, um Nutzer vor KI-gestützter Stimmklonung und Betrug zu schützen. Für Anwender, die Wert auf Datenhoheit legen, gewinnt der Open-Source-Assistent Meetily an Bedeutung. Er transkribiert über die Modelle Parakeet und Whisper direkt auf dem Gerät – ohne dass Daten das eigene Hardware-Umfeld verlassen.

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Spezial-Hardware übertrifft Software-Lösungen

Trotz der Fortschritte bei mobilen Apps liefern dedizierte Geräte weiterhin die höchste Genauigkeit. Aktuelle Branchenvergleiche zeigen: Spezielle Rekorder wie der Plaud Note Pro oder der HiDock P1 mini erreichen Transkriptionsgenauigkeiten zwischen 94 und 96 Prozent. Reine Softwarelösungen kommen dagegen nur auf 78 bis 87 Prozent.

Neue Hardware-Produkte wie die Viaim Rec Dot-Ohrhörer integrieren diese Fähigkeiten direkt in tragbare Geräte. Die Ohrhörer kosten rund 185 Euro und bieten Blitzaufnahme sowie KI-Übersetzung für 78 Sprachen. Branchenanalysten sehen zwar eine zunehmende Integration in Software, doch für Profis, die in Umgebungen mit starken Hintergrundgeräuschen oder verschiedenen Akzenten arbeiten, bleibt spezialisierte Hardware die erste Wahl.

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