Knieschmerzen, Schwache

Knieschmerzen: Schwache Hüfte destabilisiert die ganze Beinachse

14.06.2026 - 15:34:01 | boerse-global.de

Schwache Gesäßmuskeln belasten die Knie. Experten raten zu intensiven Verbundübungen wie der Goblet-Kniebeuge für mehr Gelenkstabilität.

Knieprobleme durch schwache Hüfte: So stärken Sie die Gesäßmuskulatur
Knieschmerzen - Eine Person führt eine Goblet-Kniebeuge aus, wobei die Gesäßmuskulatur und die Knie ausgerichtet sind, in einem Fitnessstudio. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Orthopädische Analysen zeigen: Eine schwache Gesäßmuskulatur destabilisiert die gesamte Beinachse. Die Folge sind Fehlbelastungen und Schmerzen im Knie.

Doch der häufige Trugschluss: Ein paar Kniebeugen ohne Gewicht reichen nicht. Experten betonen, dass gezielte Übungen mit ausreichender Intensität nötig sind, um die Gesäßmuskeln so zu stärken, dass die Gelenke spürbar entlastet werden.

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Die richtige Übung für mehr Stabilität

Physiotherapeut Will Harlow empfiehlt komplexe Verbundübungen – allen voran die Goblet-Kniebeuge. Sie gilt als effektiver Ansatz für Kraft, Stabilität und Beweglichkeit zugleich. Das Ziel: die Belastbarkeit des Bewegungsapparats systematisch steigern, ohne Überlastungsrisiken.

Die Trainingsparameter sind klar:
- 10 bis 20 Wiederholungen pro Satz
- Gewicht so wählen, dass die Belastung kurz vor dem muskulären Versagen endet
- Ein bis zwei mögliche Wiederholungen als Puffer lassen („Reps in Reserve“)

Wenn die Psyche die Gelenke angreift

Doch nicht nur mechanische Ursachen gefährden die Gelenkgesundheit. Eine Studie der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum aus dem März 2015 zeigt: Depressionen erhöhen das Risiko für Arthrose und Arthritis. Die Forscher befragten dafür 14.348 Personen.

Als mögliche Ursachen nennen sie beides: den durch Depressionen bedingten Bewegungsmangel und gemeinsame entzündliche Prozesse im Körper.

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Neue Medikamente – neue Risiken

Mediziner warnen zudem vor einer neuen Herausforderung. Der Endokrinologe Haiko Schlögl vom Uniklinikum Leipzig weist darauf hin, dass moderne Abnehm-Medikamente wie GLP-1-Analoga nicht nur Fett abbauen – sondern auch massiv Muskelmasse. Schätzungen zufolge sind bis zu 40 Prozent Muskelabbau möglich.

Die Botschaft der Experten: Wer seine Gelenke langfristig schützen will, muss aktiv gegensteuern. Gezieltes Krafttraining ist kein Luxus – sondern die Grundlage für Mobilität im Alter.

de | wissenschaft | 69539123 |