Magnesium: BfR empfiehlt höchstens 250 mg täglich in Nahrungsergänzungsmitteln
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 17:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ob als Tablette, Kapsel oder Pulver: Bei der Einnahme von Magnesium stellen sich Verbraucher häufig die Frage nach der geeigneten Darreichungsform. Wie ein Experte in einem Bericht des Hamburger Abendblatts vom 7. Oktober 2026 darlegt, weisen die verschiedenen Varianten spezifische Unterschiede und Eignungen auf.
Bei der Optimierung der Supplementierung spielen neben der Konsistenz des Präparats vor allem die chemische Verbindung, die Dosierung sowie mögliche Wechselwirkungen eine zentrale Rolle.
Darreichungsformen und Bioverfügbarkeit
Magnesium lässt sich mit Wasser als Tablette, Kapsel, Pulver oder in Form von Tropfen zuführen. Wie das Portal Tigoo berichtet, existieren jedoch keine Belege dafür, dass Wasser die eigentliche Aufnahme des Minerals im Körper steigert.
Das Portal wondermapped.com nennt geschätzte Packungspreise von 6 bis 10 Euro für Tabletten, 8 bis 12 Euro für Pulver, 10 bis 15 Euro für Citrat sowie 20 bis 30 Euro für Bisglycinat, wobei sich diese Preise verändern können.
Für die Aufnahme ist die chemische Bindung von Bedeutung. Angaben des National Institutes of Health Office of Dietary Supplements (NIH ODS) zufolge werden organische und lösliche Verbindungen wie Citrat, Aspartat, Lactat und Chlorid besser vom Körper aufgenommen als Oxid oder Sulfat.
Auch Berichte von 4g-health.com und argos-hermann.at heben hervor, dass Citrat, Glycinat beziehungsweise Malat als gut bioverfügbar gelten. Magnesiumoxid wird hingegen schlechter resorbiert und wirkt tendenziell eher abführend. Eine Einnahme zu einer Mahlzeit kann laut dem britischen National Health Service (NHS) Magenbeschwerden und Durchfall verringern.
Dosierungsempfehlungen und Überschussrisiken
Bezüglich der Dosierung existieren klare Richtwerte. Tigoo beziffert die Obergrenze für Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln bei Erwachsenen auf 350 mg pro Tag.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt eine Höchstmenge von 250 mg pro Tag in Nahrungsergänzungsmitteln. Laut einem von Joyn Newstime aufgegriffenen Test des Magazins Öko-Test überschritt jedes zweite von 28 getesteten Präparaten diesen BfR-Wert; ein Produkt empfahl 400 mg täglich.
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Zudem fand Öko-Test in vier Produkten Talkum, das von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise krebserregend eingestuft wird, sowie synthetische Süßungsmittel in acht Produkten. Öko-Test stuft Supplemente für gesunde Menschen als unnötig ein und fand keine vorbeugende Wirkung gegen Muskelkrämpfe.
Generell kann eine zu hohe Dosis Durchfall verursachen. Bei starker Überdosierung können laut argos-hermann.at Übelkeit, Erbrechen, niedriger Blutdruck und Herzrhythmusstörungen auftreten. Besondere Vorsicht ist bei eingeschränkter Nierenfunktion sowie der gleichzeitigen Nutzung magnesiumhaltiger Abführ- oder Magenmittel geboten.
Als Orientierungsbereich für Magnesium im Blut bei Erwachsenen nennt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) 0,70 bis 1,05 mmol/l beziehungsweise 1,7 bis 2,6 mg/dl, wobei der jeweilige Laborbereich maßgeblich bleibt. Ein normaler Blutwert schließt allerdings niedrige Körperspeicher nicht sicher aus.
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Wechselwirkungen mit Arzneimitteln beachten
Bei einer kombinierten Einnahme mit Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten. Laut Berichten von rundgesund.com kann Magnesium die Aufnahme von Bisphosphonaten beeinträchtigen; daher sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden.
Auch bei bestimmten Antibiotika kann die Wirkung durch gleichzeitige Magnesiumeinnahme beeinträchtigt werden. Fachleute raten daher dazu, die Einnahme von Präparaten mit medizinischem Fachpersonal oder der Apotheke abzustimmen.
