PrevenTRON, Studie

PrevenTRON: Studie prüft Trontinemab zur Demenzprävention bei Gesunden

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 02:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die mehrjährige Studie untersucht, ob Trontinemab bei symptomfreien Risikopersonen den Beginn einer Demenz verhindern kann.

Roche prüft Trontinemab in Alzheimer-Präventionsstudie PrevenTRON
Ein steriles, modernes klinisches Labor mit medizinischen Glasphiolen auf einer Edelstahlarbeitsfläche. Illustration mit AI erstellt.

Die Erforschung von Therapien gegen die Alzheimer-Krankheit richtet den Fokus zunehmend auf präventive Ansätze, noch bevor erste kognitive Einschränkungen auftreten. Im Zentrum dieser Entwicklung steht die europäische Präventionsstudie PrevenTRON, an der sich der Surrey and Borders Partnership NHS Foundation Trust als weltweit dritter Studienstandort beteiligt.

Die klinische Untersuchung widmet sich der Frage, ob der gegen Beta-Amyloid gerichtete Antikörper Trontinemab den Ausbruch von Demenzsymptomen bei Risikogruppen verzögern oder vollständig abwenden kann.

Fokus auf symptomfreie Risikogruppen

Für das internationale Forschungsvorhaben sollen 1.600 gesunde Erwachsene im Alter von 55–80 Jahren rekrutiert werden. Ziel ist es festzustellen, ob eine frühzeitige Intervention den Beginn der neurodegenerativen Erkrankung verhindert.

Um symptomfreie Personen mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko zu identifizieren, kommen spezielle Bluttests zum Einsatz. Diese basieren auf dem Biomarker p-tau217, für den Berichte eine Vorhersagegenauigkeit von 95 % anführen, ohne dass die genaue Bezugsbasis dieser Zahl im Detail aufgeführt wird.

Anzeige

Während die Wissenschaft an neuen Früherkennungstests arbeitet, fragen sich viele Betroffene bereits heute, ob ihre Vergesslichkeit noch im Normbereich liegt. Dieser anonyme 7-Fragen-Selbsttest bietet Ihnen in nur zwei Minuten eine erste Einschätzung zu möglichen Anzeichen. Jetzt kostenlosen Demenz-Selbsttest starten

Die Dringlichkeit wirksamer Präventionsmaßnahmen wird durch epidemiologische Erhebungen unterstrichen: Nach Angaben der Alzheimer's Society leben derzeit 982.000 Menschen im Vereinigten Königreich mit einer Demenzerkrankung.

Wirkmechanismus und technologische Besonderheiten

Bei Trontinemab handelt es sich um einen intravenös verabreichten Anti-Amyloid-Antikörper des Herstellers Roche. Das Präparat nutzt die firmeneigene Brainshuttle-Technologie, die darauf ausgelegt ist, die Blut-Hirn-Schranke effizienter zu überwinden als herkömmliche Antikörper.

Erste Schätzungen gehen davon aus, dass der Wirkstoff Amyloid-Ablagerungen im Gehirn innerhalb von Wochen oder Monaten beseitigen könnte. Vergleichbare bereits zugelassene Antikörper wie Leqembi und Kisunla benötigen für diesen Prozess hingegen ein Jahr oder länger.

Aus früheren Daten bei Patienten mit Alzheimer im Frühstadium geht hervor, dass Trontinemab bei 90 % der Behandelten die Amyloid-Plaques innerhalb von 28 Wochen eliminieren konnte. Ob dieser biologische Abbau jedoch tatsächlich den Ausbruch einer manifesten Demenz verhindert, ist bislang wissenschaftlich nicht bewiesen.

Anzeige

Wer seine geistige Fitness proaktiv schützen möchte, kann neben der medizinischen Vorsorge auch auf gezielte Alltagsübungen setzen. Dieser kostenlose Ratgeber stellt Ihnen elf bewährte Methoden vor, um Ihr Gedächtnis und Ihre Konzentration nachhaltig zu stärken. Kostenlosen Ratgeber für Gehirntraining anfordern

Studiendesign und Zeithorizont

Im Rahmen der PrevenTRON-Studie werden die Teilnehmenden nach dem Zufallsprinzip entweder dem aktiven Wirkstoff oder einem Placebo zugeteilt. Verlässliche Ergebnisse zur klinischen Wirksamkeit stehen noch aus, da das Vorhaben auf eine Laufzeit von mehreren Jahren, voraussichtlich 4–6 Jahre, angelegt ist.

Erst nach Abschluss dieser Phase wird sich beurteilen lassen, ob der präventive Einsatz von Trontinemab den Übergang von asymptomatischen Risikozuständen zu einer klinisch fassbaren Demenz verlässlich verhindern kann.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70237920 |