Stoßwellentherapie, Sitzungen

Stoßwellentherapie: Drei bis fünf Sitzungen können Sehnenbeschwerden lindern

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 10:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Druckwellen können die Regeneration bei Sehnenleiden unterstützen; bei Tumoren im Behandlungsgebiet ist die Methode ausgeschlossen.

Stoßwellentherapie: Einsatz, Ablauf und Grenzen bei Sehnenbeschwerden
Heller, minimalistischer Raum einer physiotherapeutischen Praxis mit einer Behandlungsliege in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die extrakorporale Stoßwellentherapie gewinnt in der orthopädischen Rehabilitation und Sportmedizin zunehmend an Bedeutung. Fachberichten zufolge gilt das Verfahren als moderne Methode, um natürliche Heilungsprozesse im Körper gezielt zu stimulieren und damit den Genesungsverlauf nach Verletzungen spürbar zu verkürzen.

Gegenüber rein konventionellen physiotherapeutischen Maßnahmen kann der Einsatz von Stoßwellen die Rückkehr zur vollen Leistungsfähigkeit beschleunigen und akute sowie chronische Schmerzzustände deutlich lindern.

Wirkungsweise und Einsatz bei Sehnenbeschwerden

Das physikalische Prinzip der Methode basiert auf hochenergetischen Druckwellen, die von außen in das betroffene Gewebe eingebracht werden. Dort setzen sie mechanische Reize, welche die Durchblutung fördern, den Zellstoffwechsel anregen und die körpereigene Regeneration unterstützen.

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Ein primäres Anwendungsfeld stellen chronische Sehnenleiden und Reizungen von Sehnenansätzen dar, darunter Beschwerden an der Achillessehne, der Patellasehne oder der Schulterrotatorenmanschette.

Untersuchungen und klinische Erfahrungen deuten darauf hin, dass Schmerzlinderungen und funktionelle Verbesserungen oft bereits nach wenigen Anwendungen eintreten. Während der Behandlungszeitraum typischerweise mehrere Wochen umfasst, zeigen sich bei Sehnenregeneration und Enthesopathien messbare Fortschritte.

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Besonders bei niedriggradigen partiellen Sehnenschäden gilt die Anwendung als erfolgversprechend, während hochgradige oder vollständige Rupturen im Fachkreis zurückhaltender bewertet werden.

Behandlungsablauf und Dosierung

In der Praxis zeichnet sich die Stoßwellentherapie durch einen geringen Zeitaufwand pro Termin aus. Eine einzelne Sitzung dauert in der Regel zwischen 5 und 20 Minuten. Häufig genügt eine Serie von drei bis fünf Behandlungen, die meist im Abstand von einer bis zwei Wochen verabreicht werden.

Fachleute unterscheiden im Wesentlichen zwischen zwei Techniken:
- Radiale Stoßwellen, die ihre Energie flächiger und oberflächennah im Gewebe verteilen.
- Fokussierte Stoßwellen, die punktgenau in tiefere Gewebeschichten vordringen.

Häufig werden beide Formen miteinander kombiniert. Bei Sehnenbehandlungen wird in der Regel auf eine vorangehende Lokalanästhesie verzichtet, da Betäubungsmittel die biologische Ansprechbarkeit des Gewebes mindern können; begonnen wird meist mit geringer Energie. Geht es hingegen um knöcherne Indikationen wie Stressverletzungen oder verzögerte Knochenheilungen, kommen gezielt höhere Energiedichten zum Einsatz.

Grenzen und Kontraindikationen

Trotz der guten Verträglichkeit ist die Stoßwellentherapie nicht für jeden Patienten geeignet. Experten weisen auf klare Ausschlusskriterien hin. Als strikte Kontraindikation gilt das Vorliegen aktiver Tumorerkrankungen im Zielgebiet.

Auch bei akuten lokalen Infektionen, in unmittelbarer Nähe von Herzschrittmachern sowie im Bereich der Lunge und Rippen wird von einer Anwendung abgeraten oder zu besonderer Vorsicht gemahnt. Eine sorgfältige differenzialdiagnostische Abklärung bleibt daher vor Beginn jeder Behandlungsserie unerlässlich.

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de | wissenschaft | 70292013 |