Süßkartoffeln in der Schweiz: Anbaufläche binnen sieben Jahren verdreifacht
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 18:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Nachfrage nach Süsskartoffeln ist in der Schweiz in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Im Jahr 2024 importierte das Land mehr als 5'500 Tonnen des Wurzelgemüses, wie aus einem Bericht von zueriunterland24.ch vom 10. Oktober 2026 hervorgeht.
Parallel zum hohen Importvolumen reagiert auch die heimische Landwirtschaft auf das veränderte Konsumverhalten: Die Anbaufläche für Süsskartoffeln hat sich in der Schweiz innerhalb von sieben Jahren verdreifacht. Diese Entwicklung belegen Daten des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes LID.
Heimische Produktion und Saisonfenster
Trotz der zunehmenden Eigenproduktion decken heimische Betriebe den Bedarf bislang nur zu einem Teil ab, weshalb Importe weiterhin den Markt prägen. Dennoch hat sich der Anbau im Inland fest etabliert. Die Schweizer Ernte beginnt im September, woraufhin die regional erzeugte Ware über mehrere Monate hinweg bis in den Februar hinein im Handel erhältlich ist.
Der Ausbau der Kultivierung zeigt, dass landwirtschaftliche Betriebe auf klimatische Veränderungen sowie neue Verbrauchertrends reagieren. Die wärmeliebende Pflanze, die ursprünglich aus tropischen Regionen stammt, profitiert von geeigneten Lagen im Schweizer Mittelland. Dadurch konnte sich das Knollengemüse als feste Nischenkultur etablieren, die das klassische Speisekartoffelangebot im Herbst und Winter ergänzt.
Nährstoffprofil und Hinweise zum Verzehr
Der Trend zu Süsskartoffeln wird auch durch ernährungsphysiologische Aspekte gestützt. Das Gemüse zeichnet sich dadurch aus, dass es fettarm ist und gleichzeitig wertvolle Mikronährstoffe liefert. Zu den wesentlichen Inhaltsstoffen gehören Betacarotin, Kalium sowie die Vitamine B6 und C.
Die Schweizer Anbaufläche für Süßkartoffeln hat sich in sieben Jahren verdreifacht — doch viele Knollen landen falsch im Kühlschrank und verlieren dadurch Geschmack und Zellstruktur. Wer die Knolle dunkel, trocken und bei Zimmertemperatur lagert, hält Frische und Inhaltsstoffe deutlich länger. Kostenlosen Lagerungs- und Zubereitungs-Guide anfordern
Bei der Zubereitung sind jedoch spezifische Eigenschaften zu beachten. Süsskartoffeln sollten roh lediglich massvoll genossen werden. Der Grund dafür ist die in den Knollen enthaltene Oxalsäure, die bei empfindlichen Personen oder in grösseren Mengen unerwünschte Reaktionen hervorrufen kann. Ein schonendes Garen oder Backen verringert mögliche Belastungen und macht das Wurzelgemüse bekömmlicher.
Empfehlungen für die richtige Lagerung
Um Frische und Inhaltsstoffe nach dem Kauf zu erhalten, kommt es auf die sachgerechte Aufbewahrung an. Anders als herkömmliche Kartoffeln reagieren Süsskartoffeln empfindlich auf Kälte. Fachleute empfehlen daher eine Lagerung an einem dunklen und trockenen Ort bei normaler Zimmertemperatur.
Rohe Süßkartoffeln enthalten Oxalsäure — bei empfindlichen Personen kann ein größerer roher Anteil unerwünschte Reaktionen auslösen. Schonendes Garen oder Backen verringert diese Belastung und macht die Knolle bekömmlicher, ohne dass Betacarotin, Kalium und Vitamin B6 verloren gehen. Schritt-für-Schritt-Zubereitungs-Guide sichern
Von einer Aufbewahrung im Kühlschrank wird ausdrücklich abgeraten, da niedrige Temperaturen die Zellstruktur der Knollen schädigen und zu Geschmacksverlusten sowie Verfärbungen führen können.

