Treppensteigen, Studie

Treppensteigen: Neue Studie belegt 39% weniger Herzinfarkte

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 18:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Metaanalyse zeigt: RegelmĂ€ĂŸiges Treppensteigen reduziert das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, um 39 Prozent. Schon sechs Etagen tĂ€glich wirken.

Treppensteigen senkt Sterberisiko: Metaanalyse mit 480.000 Probanden
Nahaufnahme von Beinen, die eine Treppe hinaufsteigen, als Symbol fĂŒr körperliche Bewegung und Herzgesundheit. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle Forschungsergebnisse der UniversitÀt Ostanglien und des UniversitÀtsklinikums Norfolk/Norwich deuten darauf hin, dass eine einfache körperliche BetÀtigung im Alltag weitreichende Auswirkungen auf die Lebenserwartung haben kann.

Einer im August 2026 veröffentlichten Metaanalyse zufolge korreliert regelmĂ€ĂŸiges Treppensteigen mit einer deutlichen Reduktion des Sterberisikos, insbesondere im Hinblick auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Untersuchung fasst die Daten von mehreren Hunderttausend Probanden zusammen und liefert neue Erkenntnisse fĂŒr die prĂ€ventive Kardiologie.

Umfangreiche Metaanalyse zur kardiovaskulÀren Gesundheit

Die Grundlage fĂŒr diese Erkenntnisse bildet eine Auswertung von neun Studien, deren Ergebnisse im August 2026 im American Journal of Cardiovascular Drugs publiziert wurden. In diese Metaanalyse flossen die Daten von mehr als 480.000 Teilnehmenden ein.

Die untersuchte Gruppe umfasste Personen im Alter zwischen 35 und 84 Jahren, wobei der Frauenanteil bei 53 % lag. Ein wesentliches Merkmal der Untersuchung ist der lange Beobachtungszeitraum: Die mediane Nachbeobachtungszeit der Teilnehmenden betrug 14 Jahre.

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Die statistische Auswertung der Wissenschaftler ergab, dass Treppensteigen das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um 39 % senken kann. Zudem wurde eine Verringerung der GesamtmortalitĂ€t um 24 % festgestellt. Damit bestĂ€tigt die Analyse den hohen Stellenwert von niederschwelligen Bewegungsangeboten fĂŒr die allgemeine Volksgesundheit.

PrĂ€ventive Effekte und praktische Empfehlungen fĂŒr den Alltag

Über die allgemeine Senkung der Sterblichkeit hinaus zeigt die Untersuchung der UniversitĂ€t Ostanglien und des UniversitĂ€tsklinikums Norfolk/Norwich weitere spezifische Vorteile auf. Demnach ist die regelmĂ€ĂŸige Überwindung von Höhenmetern zu Fuß auch mit einem geringeren Risiko fĂŒr schwerwiegende Erkrankungen wie Herzinfarkte, SchlaganfĂ€lle und Herzinsuffizienz verbunden.

Hinsichtlich der praktischen Umsetzung im tĂ€glichen Leben lieferten die Forscher konkrete Anhaltspunkte. Um den grĂ¶ĂŸtmöglichen gesundheitlichen Nutzen zu erzielen, könnten bereits etwa sechs TreppenabsĂ€tze pro Tag ausreichen. Dies unterstreicht die Möglichkeit, signifikante gesundheitliche Verbesserungen ohne spezielles Trainingsequipment oder dedizierte Sporteinheiten zu erreichen.

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Wissenschaftliche Einordnung der Studienergebnisse

Die Ergebnisse der Metaanalyse wurden Mitte August 2026 auf dem ESC-Kongress einem Fachpublikum vorgestellt. Trotz der signifikanten Zahlen mahnten die Experten der beteiligten Institutionen zur methodischen Einordnung.

Da die zugrunde liegenden Daten aus Beobachtungsstudien stammen, handelt es sich bei den Ergebnissen um statistische Korrelationen und nicht um einen direkten Kausalnachweis. Dennoch liefern die Daten eine solide Basis fĂŒr die Empfehlung, körperliche AktivitĂ€t durch Treppensteigen systematisch in den Alltag zu integrieren.

Die im American Journal of Cardiovascular Drugs dokumentierte Arbeit unterstreicht, dass bereits geringfĂŒgige VerhaltensĂ€nderungen im Lebensstil messbare Auswirkungen auf die kardiovaskulĂ€re Gesundheit haben können. Fachleute sehen in diesen Erkenntnissen eine wichtige BestĂ€tigung fĂŒr prĂ€ventivmedizinische AnsĂ€tze, die auf Bewegung im unmittelbaren Lebensumfeld setzen.

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