Verwaltungsdigitalisierung, Studie

Verwaltungsdigitalisierung: Studie fordert digitale Bildung als Kernaufgabe

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 09:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue GGF-Analyse zeigt: Nachhaltige Digitalisierung der Verwaltung erfordert gezielte Förderung digitaler Fähigkeiten in der Bevölkerung.

GGF-Studie: Bürgerkompetenzen entscheidend für erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung
Menschen nutzen moderne digitale Schnittstellen in einem hellen, professionellen Verwaltungsgebäude. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die erfolgreiche Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung hängt maßgeblich davon ab, wie gut die Bevölkerung mit den neuen Technologien umgehen kann. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie „Future-proofing government digital capability“, die am 6. August 2026 vom Global Government Forum (GGF) veröffentlicht wurde. Unter der Leitung von Kevin Cunnington, dem ehemaligen Director General des UK Government Digital Service, legt der Bericht dar, dass staatliche Digitalstrategien nur dann zukunftsfähig sind, wenn sie den Aufbau digitaler Fähigkeiten in der breiten Gesellschaft als Kernaufgabe begreifen.

Internationale Expertise als Grundlage

Die Ergebnisse der Untersuchung basieren auf einer umfassenden Analyse und Expertenbefragungen. Die Autoren führten hierfür Interviews mit über 20 Digital-Leitern aus verschiedenen Industrienationen durch. In die Datenerhebung flossen Erkenntnisse aus dem Vereinigten Königreich, den USA, Kanada, Singapur sowie Australien und Neuseeland ein. Durch diesen internationalen Vergleich konnten die Forscher länderübergreifende Trends und Herausforderungen identifizieren, vor denen moderne Verwaltungen stehen.

Die Auswahl der befragten Experten aus führenden Digitalnationen verdeutlicht den Anspruch der Studie, Best-Practice-Beispiele für eine langfristig stabile digitale Infrastruktur aufzuzeigen. Dabei wurde deutlich, dass die technologische Aufrüstung innerhalb der Behörden zwar eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für eine gelungene Transformation darstellt.

Anzeige

Während die Digitalisierung voranschreitet, wächst auch die Notwendigkeit, sensible Infrastrukturen vor digitalen Bedrohungen zu schützen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen E-Book, wie Sie Sicherheitslücken schließen und aktuelle gesetzliche Anforderungen souverän erfüllen. Gratis-Report zur Cyber Security jetzt herunterladen

Inklusion als Schlüssel für zukunftsfähige Verwaltung

Eine der zentralen Kernaussagen der GGF-Studie ist die notwendige Einbeziehung der Bürger in den Digitalisierungsprozess. Kevin Cunnington und sein Team betonen, dass die Modernisierung der Regierungsebene nur dann nachhaltig wirken kann, wenn die Endnutzer – die Bürgerinnen und Bürger – über die entsprechenden Kompetenzen verfügen, um digitale Angebote effektiv wahrzunehmen.

Dem Bericht zufolge muss die Strategie zur Zukunftsfähigkeit der Verwaltung daher über die bloße Bereitstellung von Online-Diensten hinausgehen. Es gelte, eine digitale Kluft zu vermeiden, indem staatliche Stellen aktiv dazu beitragen, die digitale Teilhabe zu sichern. Nur durch diesen integrativen Ansatz könne sichergestellt werden, dass Investitionen in die digitale Infrastruktur auch den gewünschten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen erzielen.

Die Studie plädiert dafür, digitale Bildung und die Förderung von Nutzerkompetenzen als integralen Bestandteil der staatlichen Digitalisierungsvorhaben zu verankern. Damit rückt die Schnittstelle zwischen Staat und Gesellschaft stärker in den Fokus der politischen Planung, um die Resilienz und Effizienz öffentlicher Dienste langfristig zu gewährleisten.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69924526 |