Vitamin, Aal

Vitamin D: Aal liefert pro 100 Gramm fast 18-mal so viel wie ein HĂŒhnerei

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 22:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aal und weitere fettreiche Fische enthalten deutlich mehr Vitamin D als Eier; im Winter empfiehlt die DGE ein- bis zweimal Fisch pro Woche.

Vitamin D in Fisch: Aal und Wildlachs liegen weit vor Eiern
Frische Fischsorten und HĂŒhnereier auf einem hölzernen Schneidebrett in einer hellen KĂŒche. Illustration mit AI erstellt.

ErnĂ€hrungsberater weisen darauf hin, dass viele fettreiche Fischsorten eine spĂŒrbar höhere Konzentration an Vitamin D aufweisen als HĂŒhnereier. WĂ€hrend Eier in der AlltagsernĂ€hrung hĂ€ufig als verlĂ€ssliche NĂ€hrstoffquelle wahrgenommen werden, zeigen vergleichende NĂ€hrwertanalysen erhebliche Unterschiede zwischen verschiedenen tierischen Lebensmitteln.

Fischarten im NĂ€hrwertvergleich

Nach Angaben von Fachleuten variieren die Vitamin-D-Werte je nach Fischart stark. Zu den reichhaltigsten Quellen zÀhlt frischer Aal mit 1200 Internationalen Einheiten (IU) pro 100 Gramm.

Frischer Wildlachs liefert zwischen 600 und 1000 IU, wÀhrend Lachs aus Zuchtbetrieben im frischen Zustand auf 100 bis 250 IU pro 100 Gramm kommt. Gekochter oder gebackener Lachs enthÀlt etwa 540 IU.

Auch Heringe weisen hohe Werte auf: In Öl eingelegter Hering bringt es auf 800 IU, marinierter Hering auf 480 IU pro 100 Gramm. Dosenthunfisch und Dosensardinen sowie frischer Heilbutt erreichen jeweils 200 IU. Gekochte oder gebackene Makrele liefert 152 IU, wĂ€hrend frischer Kabeljau mit 40 IU deutlich geringere Mengen enthĂ€lt.

ErgĂ€nzende Auswertungen der finnischen Organisation Pro Kala ry bestĂ€tigen die Bedeutung bestimmter Speisefische fĂŒr die Versorgung: Eine Portion von 120 Gramm Zander oder Felchen enthĂ€lt demnach 28 Mikrogramm (”g) Vitamin D, 120 Gramm Ostseehering rund 23 ”g und dieselbe Menge Barsch, Lachs oder Regenbogenforelle etwa 9,5 ”g.

Dagegen weist Seelachsfilet aus dem TiefkĂŒhlfach maximal 1,8 ”g pro 100 Gramm auf, panierte FischstĂ€bchen kommen auf 1 ”g pro 100 Gramm, und auch Hecht enthĂ€lt nur wenig des Vitamins.

Werte in Eiern und Milchprodukten

Im Vergleich dazu fallen die Gehalte in Eiern und anderen tierischen Lebensmitteln merklich moderater aus. Ein ganzes HĂŒhnerei liefert etwa 68 IU Vitamin D pro 100 Gramm, wĂ€hrend reines Eigelb zwischen 55 und 180 IU pro 100 Gramm erreicht.

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Wer im Winter auf sein Vitamin D achtet, findet in fettreichem Fisch die stĂ€rkste Nahrungsquelle — Aal liefert pro 100 Gramm fast 18-mal so viel wie ein HĂŒhnerei. Der kostenlose Guide zeigt Ihnen die NĂ€hrwerte der wichtigsten Fischsorten und wie Sie daraus einen einfachen Wochenplan bauen. Jetzt kostenlosen Vitamin-D-Guide anfordern

Margarine mit 80 Prozent Fettgehalt wird mit 200 IU beziffert, Butter mit 30 IU. SchnittkÀse (GelbkÀse) enthÀlt zwischen 7,6 und 28 IU, wÀhrend ungesÀuerte Kuhmilch lediglich 0,4 bis 1,2 IU pro 100 Gramm aufweist.

Pflanzliche Quellen bieten das Vitamin vor allem in Form von Vitamin D2 (Ergocalciferol), wÀhrend tierische Produkte Vitamin D3 (Cholecalciferol) liefern.

Bei Pilzen liegen Steinpilze mit 280 IU und Pfifferlinge mit 240 IU pro 100 Gramm vorn, gefolgt von Zuchtchampignons (80 bis 160 IU) und Shiitake-Pilzen (100 IU).

Bedeutung fĂŒr die Bedarfsdeckung im Winter

Trotz des Vorkommens in fettreichen Fischen betonen ErnÀhrungsexperten, dass Lebensmittel allein meist nur einen begrenzten Beitrag zur Versorgung leisten.

Laut der ErnĂ€hrungsberaterin Magdalena Konowrocka lassen sich ĂŒber die Nahrung lediglich bis zu 20 Prozent des Bedarfs abdecken; der ĂŒberwiegende Teil wird ĂŒber die körpereigene Hautsynthese durch Sonnenlicht gebildet. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) beziffert diesen Anteil bei ausreichender Bestrahlung auf 80 bis 90 Prozent.

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Die DGE rĂ€t ab Oktober zu ein- bis zweimal fettreichem Fisch pro Woche — doch welcher Fisch wirklich viel Vitamin D liefert, ist selten klar. Der kostenlose Guide ordnet die Werte ein und hilft Ihnen zu entscheiden, wann Sonnenlicht reicht und wann ein Supplement sinnvoll ist. Vitamin-D-Checkliste jetzt sichern

In Mitteleuropa reicht die Sonneneinstrahlung nach Angaben der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) ab Oktober in der Regel nicht mehr aus, um eine hinreichende körpereigene Bildung sicherzustellen. Die DGE rĂ€t daher dazu, ein- bis zweimal pro Woche fettreichen Fisch wie Hering, Makrele oder Lachs zu verzehren.

Neben Vitamin D liefert Hering beispielsweise wertvolles Eiweiß, Vitamin B12 sowie die langkettigen Omega-3-FettsĂ€uren EPA und DHA, deren positive Wirkung auf die Herzfunktion sich bei einer tĂ€glichen Zufuhr von 250 mg einstellt.

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