Waldbaden: 20 Minuten Natur senken Stresspegel nachweislich
26.06.2026 - 00:05:29 | boerse-global.de
In der Uckermark und angrenzenden Regionen entstehen neue Programme, die Resilienz fördern sollen. Die Kreisvolkshochschule (KVHS) setzt dabei auf einen frühen Ansatz: Für Anfang November 2026 sind in Templin Kurse zur Babymassage geplant. Sie vermitteln jungen Eltern Entspannungstechniken. Ab Juli bietet das Strandbad Wusterhausen/Dosse Yoga-Kurse für verschiedene Altersgruppen an.
Bewegung im Grünen und im Pflegealltag
Auch Bernau reagiert auf den Bedarf. Im Stadtpark startet am 26. Juni 2026 ein Yoga-Programm. Parallel dazu gibt es einen speziellen Kurs namens „Bewegung im Einklang“. Er richtet sich an Menschen, die im Pflegealltag stehen. Gezielte Übungen sollen dort die körperliche und mentale Belastung reduzieren. Solche Angebote finden regelmäßig in Beratungsstellen wie dem Projekt „Aufwind“ statt. Sie zeigen: Der Bedarf an niedrigschwelliger Prävention im ländlichen Raum ist groß.
Psychische Störungen als Fehlzeiten-Treiber
Das Thema erreicht längst auch die Arbeitswelt. Beim 11. Präventionsforum der Nationalen Präventionskonferenz am 23. Juni 2026 in Berlin wurde klar: Psychische Störungen waren 2024 die dritthäufigste Ursache für Fehlzeiten. Experten diskutierten dort über die Folgen der Digitalisierung und den sogenannten Technostress. Die Ergebnisse sollen nun in die nationale Präventionsstrategie einfließen.
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Für Bürobetriebe hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) zudem die Branchenregeln aktualisiert. Die Regel 115-401 umfasst Maßnahmen zur Ergonomie, Arbeitsorganisation und Führung. Ziel: das Wohlbefinden am Bildschirmarbeitsplatz steigern. Auch in der Ausbildung wird das Thema aufgegriffen. Am 26. Juni 2026 gibt es einen Online-Workshop für Ausbildungsverantwortliche. Er widmet sich der Gesprächsführung und Prävention – mit Fokus auf die psychische Gesundheit von Azubis.
20 Minuten Wald senken den Stresspegel
Wissenschaftlich untermauert wird der Trend durch aktuelle Studien. Eine im Juni 2026 thematisierte Untersuchung zeigt: Bereits ein 20-minütiger Aufenthalt im Wald senkt den Stresspegel signifikant. Der Psychotherapeut Stefan Woinoff erklärte dazu die beruhigende Wirkung der Natur auf das Nervensystem.
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Neben der Umgebung spielt die individuelle Widerstandsfähigkeit eine zentrale Rolle. In Anklam werden daher spezielle Resilienz-Trainings für Schüler durchgeführt. Sie zielen darauf ab, Konflikte verbal zu lösen und das Verständnis für eigene Emotionen zu schärfen. Fachleute betonen: Anhaltender Stress und Schlafmangel beschleunigen die biologische Alterung und schwächen das Immunsystem. Als einfache Gegenmittel empfehlen sie das Erkennen von Stressursachen, das Setzen persönlicher Grenzen – und vor allem: bewusstes Atmen.
