Walnüsse gegen Entzündung: Studie misst 0,59 Punkte niedrigere DII-Werte
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 04:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deNeue Forschungsarbeiten der Loma Linda University gehen der Frage nach, in welchem Umfang die tägliche Aufnahme einer Handvoll Walnüsse die entzündungsfördernden Eigenschaften der menschlichen Ernährung verringern kann. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle der Nüsse im Rahmen einer langfristigen Ernährungsumstellung und deren messbarer Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper älterer Menschen.
Studiendesign der zweijährigen Untersuchung
Eine im Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics veröffentlichte Studie analysierte dafür Daten aus der sogenannten WAHA-Studie (Walnuts and Healthy Aging). An dieser Untersuchung nahmen 319 gesunde Bewohner aus Loma Linda im Alter zwischen 63 und 79 Jahren teil.
Das Design der Untersuchung war auf zwei Jahre angelegt. Eine Gruppe der Teilnehmer nahm über diesen Zeitraum hinweg täglich 1 bis 2 Unzen rohe Walnüsse zu sich, was rund 15 Prozent der täglichen Kalorienzufuhr entsprach. Die Kontrollgruppe vermied Walnüsse vollständig und konsumierte zudem kaum andere Nusssorten.
Die aktuelle Publikation stützt sich auf einen Datenbestand, der aus über 20 Artikeln der zweijährigen WAHA-Studie hervorgegangen ist, die gemeinsam von der Loma Linda University und dem Hospital Clínic de Barcelona durchgeführt wurde.
Messbare Effekte auf den Entzündungsindex
Zur Bewertung der Ernährungsgewohnheiten griffen die Wissenschaftler auf den Dietary Inflammatory Index (DII) zurück. Dieser Parameter erfasst das entzündungsfördernde Potenzial der gesamten verzehrten Nahrung. Die Auswertung ergab, dass die Probanden der Walnussgruppe um 0,59 Punkte niedrigere DII-Werte aufwiesen als die Vergleichsgruppe.
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Dieser Unterschied erwies sich als statistisch signifikant, auch nach Bereinigung um Faktoren wie Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index (BMI) und körperliche Aktivität.
Während die Kontrollgruppe keine vergleichbaren Veränderungen verzeichnete, zeigte sich in der Interventionsgruppe ein messbar geringeres Entzündungspotenzial über die Nahrung. Frühere Auswertungen im Rahmen des WAHA-Projekts hatten darüber hinaus bereits Hinweise auf reduzierte Entzündungsmarker im Blut der Teilnehmer erbracht.
Methodische Grenzen und wissenschaftlicher Ausblick
Trotz der klaren Tendenzen weisen Berichte zu den Ergebnissen auf methodische Einschränkungen hin. Die erhobenen Ernährungsdaten basieren auf Selbstauskünften der Teilnehmer, was Ungenauigkeiten mit sich bringen kann. Zudem war die Stichprobe geografisch auf einen Ort begrenzt und setzte sich überwiegend aus gesunden, weißen älteren Erwachsenen zusammen. Finanziert wurde die Forschungsarbeit von der California Walnut Commission.
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Die Bedeutung von Schalenobst für die menschliche Gesundheit bleibt Gegenstand des wissenschaftlichen Diskurses. Weitere Aspekte rund um Nüsse sollen unter anderem im Rahmen eines Fachsymposiums beim VIII. Internationalen Kongress für vegetarische Ernährung vertieft werden, der vom 14. bis 16. März 2027 in Loma Linda stattfinden wird.
