WhatsApp-Angriffe, Verfassungsschutz

WhatsApp-Angriffe: Verfassungsschutz warnt Politiker vor Fake-Profil Diana

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 23:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach Angriffen auf Konferenzteilnehmer sollten prÀparierte Excel-Dateien die Spionagesoftware Covenant auf PolitikergerÀten installieren.

Verfassungsschutz warnt Bundestagsabgeordnete vor WhatsApp-Spionage
Modernes RegierungsgebÀude in der DÀmmerung mit geometrischer Architektur und Glasfassade. Illustration mit AI erstellt.

Der Verfassungsschutz warnt Politiker vor gezielten Cyberangriffen ĂŒber den Messenger WhatsApp. Wie bild.de in einem Bericht vom 10. Oktober 2026 meldet, verschickte die Sicherheitsbehörde eine Alarm-Mail an Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Demnach versuchten mutmaßlich staatlich gesteuerte Akteure ĂŒber ein gefĂ€lschtes Profil namens Diana, schĂ€dliche Software auf die EndgerĂ€te von Politikern zu schleusen.

Kontaktaufnahme ĂŒber gefĂ€lschtes Profil

Bei den registrierten Attacken traten die Angreifer als Fake-Profil Diana auf und gaben sich gegenĂŒber den Zielpersonen als angebliches Organisationskomitee aus. Über diesen Vorwand bauten sie die Kommunikation ĂŒber den Kurznachrichtendienst WhatsApp auf.

Das primĂ€re Ziel der digitalen Offensive bestand darin, die kontaktierten Personen zum Öffnen einer prĂ€parierten Excel-Datei zu bewegen. In diesem Dokument befanden sich Makros, ĂŒber deren AusfĂŒhrung die Spionagesoftware Covenant auf den GerĂ€ten installiert werden sollte.

In der Alarm-Mail des Verfassungsschutzes hieß es, dass ein staatlicher Cyberakteur mehrere Konferenzteilnehmer angegriffen habe. Laut Informationen von bild.de sei damit Russland gemeint, wenngleich das Land in der behördlichen Warnung nicht namentlich genannt werde.

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Konferenz in Kiew als Hintergrund der Attacken

Als Auslöser fĂŒr die AusspĂ€hversuche gilt die Konferenz Jalta-europĂ€ische Strategie. Das diplomatische Treffen hatte Mitte September mit 700 Teilnehmern in Kiew stattgefunden. Unter den GĂ€sten vor Ort waren neben mehreren Mitgliedern des Bundestages auch der außenpolitische Chefberater des Bundeskanzleramts sowie der Leiter des Ukraine-Stabs im Bundesverteidigungsministerium.

Zwei Wochen nach dem Abschluss der Konferenz leitete der Verfassungsschutz die Alarm-Mail an die Parlamentarier weiter, nachdem AusspÀhversuche gegen Teilnehmer der Veranstaltung festgestellt worden waren.

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Bundestagsabgeordnete bestÀtigen AusspÀhversuche

Mehrere betroffene MandatstrĂ€ger machten die VorfĂ€lle öffentlich. Der 46-jĂ€hrige Bundestagsabgeordnete Robin Wagener von den GrĂŒnen bestĂ€tigte entsprechende AusspĂ€hversuche gegen seine Person. Ebenso erklĂ€rte der 63-jĂ€hrige CDU-Politiker Roderich Kiesewetter, dass er Ziel derartiger AusspĂ€hversuche geworden sei.

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