Windows, Bing-Suche

Windows 11 26H2: Bing-Suche endlich dauerhaft deaktivierbar

28.06.2026 - 01:44:53 | boerse-global.de

Microsoft erlaubt in Windows 11 26H2 das dauerhafte Abschalten der Online-Suche. Ein Juli-Update bringt zudem neue Datenschutz- und Wiederherstellungsfunktionen.

Windows 11 26H2: Bing-Suche endlich dauerhaft deaktivierbar
Windows - Eine Hand schwebt über einer Laptop-Tastatur, auf dem Bildschirm leuchtet eine abstrakte Suchleiste. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Microsoft erfüllt einen langjährigen Nutzerwunsch: Die kommende Version 26H2 von Windows 11 erlaubt es, Online-Suchergebnisse im systemeigenen Suchtool dauerhaft zu deaktivieren. Die Bestätigung kam am 26. Juni 2026 mit Build 26300.8697.

Mehr Kontrolle über die Windows-Suche

Bislang mussten Nutzer, die keine Bing-Ergebnisse in der Taskleisten-Suche sehen wollten, auf Drittanbieter-Tools oder Registry-Eingriffe zurückgreifen. Der native Schalter in der 26H2-Version soll das Interface nun verschlanken und unnötigen Datenverbrauch reduzieren. Wer nur lokale Dateien und Anwendungen durchsuchen will, bekommt endlich eine saubere Lösung direkt vom Hersteller.

Parallel dazu aktualisierte Microsoft Ende Juni 2026 seine Datenschutzrichtlinien. Empfohlen werden unter anderem: das Deaktivieren von „lokal relevanten Inhalten" basierend auf Sprachlisten, das Abschalten der Funktion „Eingabe- und Freihandverbesserung" sowie die Deaktivierung der Online-Spracherkennung. Ziel ist es, die Hintergrund-Datensammlung einzudämmen.

Auch alternative Werkzeuge entwickeln sich weiter. Seit dem 25. Juni 2026 bietet PowerToys in Version 0.100 eine „Command Palette" an, die für ambitionierte Nutzer die klassische Windows-Suche ersetzen soll. Mit Text-Extraktor und erweiterten Kopierfunktionen ausgestattet, könnte dieses Tool für manche den Umstieg auf alternative Betriebssysteme überflüssig machen.

Großes Update im Juli geplant

Noch bevor die 26H2-Version im Herbst erscheint, rollt Microsoft am 14. Juli 2026 ein umfangreiches Sicherheits- und Feature-Update aus. Es betrifft die Versionen 24H2 und 25H2 und wird schrittweise verteilt.

Zu den Neuerungen gehört die „Point-in-time Restore"-Funktion, mit der sich das System auf einen früheren, gesunden Zustand zurücksetzen lässt. Besonders praktisch: Ein flexibleres Update-Management erlaubt es, Aktualisierungen per Kalenderansicht für bis zu 35 Tage auszusetzen. Darüber hinaus verspricht das Update einen schnelleren Datei-Explorer, leisere Widgets sowie verbesserte Netzwerk- und Bluetooth-Stabilität.

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Effizienter Umstieg auf Version 26H2

Für den Wechsel auf die Herbstversion hat Microsoft den Upgrade-Pfad optimiert. Systeme, die bereits Version 24H2 oder 25H2 laufen, benötigen lediglich ein 174 Kilobyte großes Aktivierungspaket. Wer dagegen noch auf Version 23H2 festhängt, muss ein komplettes 6,5 Gigabyte großes Upgrade herunterladen. IT-Administratoren wird daher geraten, ältere Systeme rechtzeitig auf neuere Versionen zu bringen, um Bandbreitenengpässe im Herbst zu vermeiden.

Im Enterprise-Bereich setzt Microsoft zunehmend auf automatisierte Wiederherstellung. Neue Systeme aus dem Jahr 2026 ersetzen veraltete Problemlösungen durch „Quick Machine Recovery" (QMR) und ein verbessertes „Quick Assist"-Tool. QMR nutzt cloudgesteuerte Pläne, um Startfehler automatisch zu beheben. Interne Kennzahlen zeigen: Unternehmen, die diese Werkzeuge einsetzen, verzeichneten 40 Prozent weniger Support-Tickets bei Boot-Problemen der ersten Stufe.

Insider testen experimentelle Funktionen

Über die Insider-Kanäle testet Microsoft weiterhin experimentelle Neuerungen. Am 26. Juni 2026 erschienen mehrere Vorschau-Builds mit frischen Interface- und Barrierefreiheits-Optionen. Build 29617.1000 führt einen „Screen Tint"-Overlay ein – sechs Presets mit einstellbarer Intensität, die Nutzern mit visuellen Empfindlichkeiten helfen sollen.

Weitere Funktionen in der Erprobung:

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  • Einheitliche Update-Strategie: Treiber-, Firmware- und .NET-Updates sollen künftig gebündelt werden – mit nur einem Neustart pro Monat.
  • Taskleisten-Anpassung: Eine eigene Einstellung für die Größe der Taskleiste.
  • Bildschirmlupe: Präzisere Steuerung mit spezifischen Zoom-Stufen und Presets.
  • Spracherweiterung: Voice Access für Portugiesisch und Koreanisch.

Eine Verzögerung gibt es für die Enterprise-Funktion „Rewrite by Copilot" im Edge-Browser. Sie verarbeitet Texte lokal, um Sicherheitsgrenzen einzuhalten, und erscheint nun erst im August 2026. Microsoft setzt damit den Trend fort, KI-Funktionen in spezifische Untermenüs zu verschieben – bereits Anfang des Jahres verschwanden redundante Copilot-Buttons aus Anwendungen wie Notepad und dem Snipping Tool, um die Benutzeroberfläche zu entlasten.

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