Wadephul weist Trumps Grönland-AnsprĂŒche zurĂŒck
11.01.2026 - 10:07:27Die SPD-Bundestagsfraktion drĂ€ngt auf einen hĂ€rteren Kurs der EuropĂ€er gegenĂŒber Trump. Der auĂenpolitische Sprecher der Fraktion, Adis Ahmetovic, sagte der Sonntagszeitung: "Europa darf sich von Trump nicht einschĂŒchtern lassen. Wir mĂŒssen gemeinsam bei Grönland ein Stoppschild setzen. Trump braucht endlich Klartext." Als Vorbild nannte er den brasilianischen PrĂ€sidenten Lula. Der habe "Trump mit harten Gegenzöllen zum Einlenken gebracht".
Der auĂenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, JĂŒrgen Hardt, kritisierte Trumps AnsprĂŒche als "anmaĂend und auch gegen amerikanisches Interesse gerichtet". Trump irritiere nicht nur die Nato-VerbĂŒndeten, sondern auch weite Teile des US-Kongresses. Gleichzeitig brachte Hardt eine Bundeswehr-PrĂ€senz rund um Grönland ins Spiel: "Dass wir mehr PrĂ€senz im Nordmeer brauchen, ist Konsens in der Nato und sollte eine Nato-gemeinsame Aufgabe sein. Dazu sind DĂ€nen und GrönlĂ€nder ebenso bereit wie die ĂŒbrigen BĂŒndnispartner. Es ist unverstĂ€ndlich, dass Trump einerseits mehr Lastenteilung in der Nato fordert, andererseits aber die Sicherheit im Nordmeer offensichtlich ausschlieĂlich als US-Angelegenheit ansieht. Als BĂŒndnis-Aufgabe wĂŒrde es die US-StreitkrĂ€fte entlasten."


