Ukraine-GesprÀche in Miami mit UnterhÀndlern aller Seiten
21.12.2025 - 16:18:43Die GesprĂ€che in den USA ĂŒber eine Friedenslösung fĂŒr den Ukraine-Krieg sind nach Angaben verschiedener Seiten positiv verlaufen, ohne dass Details oder konkrete Fortschritte bekannt wurden. An den Unterredungen in Miami im US-Bundesstaat Florida, die das gesamte Wochenende ĂŒber andauern sollten, waren in wechselnden Konstellationen Delegationen beziehungsweise UnterhĂ€ndler aller Seiten beteiligt - von den USA, Russlands, der Ukraine bis zu den EuropĂ€ern.Â
Hauptziel war, dass die amerikanischen UnterhĂ€ndler die Ergebnisse der jĂŒngsten GesprĂ€che am vergangenen Sonntag und Montag in Berlin mit Vertretern Russlands rĂŒckkoppeln. FĂŒr Deutschland war der auĂenpolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), GĂŒnter Sautter, nach Florida geflogen, um mit Vertretern der USA und der Ukraine GesprĂ€che zu fĂŒhren.
Ăber die Inhalte wurde zunĂ€chst nichts bekannt. GesprĂ€che mit der russischen Seite gab es nach dpa-Informationen nicht. Sautter reiste bereits am Samstag wieder zurĂŒck nach Deutschland.
Russischer UnterhÀndler findet GesprÀche «konstruktiv»
Nach Angaben des russischen UnterhĂ€ndlers Kirill Dmitrijew verliefen die GesprĂ€che zufriedenstellend. «Die Diskussionen werden konstruktiv gefĂŒhrt», sagte der Berater von Kremlchef Wladimir Putin laut der russischen Staatsagentur Tass vor Reportern. An den GesprĂ€chen in Miami nehmen von US-Seite der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von PrĂ€sident Donald Trump, Jared Kushner, teil.Â
Mit dem Treffen gehen die Verhandlungen nach fast vier Jahren des russischen Angriffskriegs in der Ukraine in die nÀchste Runde. «Wir arbeiten konstruktiv und sachlich, wir rechnen mit weiteren Fortschritten und praktischen Ergebnissen», schrieb der SekretÀr des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Rustem Umjerow, auf Telegram. Zusammen mit Generalstabschef Andrij Hnatow wollte er sich mit amerikanischen UnterhÀndlern treffen. Experten rechnen weiterhin mit einem langwierigen Prozess.
Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sprach sich nach dem GesprĂ€ch einer ukrainischen Delegation und der US-Seite fĂŒr ein neues Treffen mit den EuropĂ€ern aus. Es gebe Einigkeit darĂŒber, dass die Ukraine nach der Arbeit ihres diplomatischen Teams in den USA mit ihren europĂ€ischen Partnern im gröĂeren Kreis beraten sollte, schrieb er nach einem GesprĂ€ch mit dem norwegischen MinisterprĂ€sidenten Jonas Gahr StĂžre in sozialen Medien. Die ukrainische Delegation in Florida habe mit der US-Seite zusammengearbeitet, man komme zĂŒgig voran.Â
Putin will Macron treffen
Kremlchef Wladimir Putin ist unterdessen bereit zu einem bilateralen GesprĂ€ch mit dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron. Putin habe seine Bereitschaft zu einem Dialog auch mit Macron ausgedrĂŒckt, sagte Kremlsprecher Dmitri Pekow der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti zufolge. Wenn es den gegenseitigen politischen Willen gebe, könne man das nur positiv bewerten, fĂŒhrte er demnach aus.
Macron hatte am Freitag gesagt, dass es nĂŒtzlich sein könnte fĂŒr Europa und die Ukraine, wieder mit Putin zu sprechen, um direkt an der Diskussion beteiligt zu sein. «Ansonsten diskutieren wir untereinander mit VerhandlungsfĂŒhrern, die allein mit den Russen diskutieren werden. Das ist nicht optimal.»Â
Der Nato-Chef lobt Trumps Einsatz
Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte lobte vor allem die BemĂŒhungen von US-PrĂ€sident Donald Trump, den Krieg Russlands gegen die Ukraine zu beenden. «Trump ist in dieser Frage absolut engagiert. Er ist darauf fokussiert, diesen Krieg zu beenden», sagte der Nato-Chef der «Bild am Sonntag». Trump sei der Einzige, der Kremlchef Putin an den Verhandlungstisch habe bringen können â und der Einzige, der Putin am Ende zu einem Friedensschluss zwingen könne: «DafĂŒr zolle ich ihm groĂen Respekt.
Rutte wandte sich auch gegen BefĂŒrchtungen, die USA könnten ihre UnterstĂŒtzung der Ukraine einstellen. «Davon gehe ich ĂŒberhaupt nicht aus. Was wir im Moment sehen, ist, dass der Informationsaustausch und auch die Waffenlieferungen an die Ukraine weitergehen», sagte er.







