Gazelle Sharmahd spricht von Politizid im Iran
25.01.2026 - 10:06:14Die Aktivistin, die derzeit in Los Angeles lebt, erklĂ€rte, die vielen "Lynchmorde", die "Maschinengewehre gegen Zivilisten", seien nicht nur Kriegsverbrechen, sondern Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Trotz der Gefahr, das Leben zu verlieren, mobilisierten sich die Menschen weiter und organisierten Widerstand. "Beerdigungen verwandeln sich in revolutionĂ€re Versammlungen." Ein gezielter militĂ€rischer Schlag gegen die Hauptquartiere der Revolutionsgarden sei das derzeit einzige Mittel, um das Morden zu stoppen. Nach ihrer Information gebe es bereits Vorbereitungen, Ministerien und staatliche Institutionen zu ĂŒbernehmen und das Land von innen zu befreien, "sobald die versprochene UnterstĂŒtzung eintrifft".
Deutschland sei als gröĂter Handelspartner mit historischer Verantwortung in der Pflicht, ein Tribunal nach dem Vorbild der NĂŒrnberger Prozesse einzuleiten. Der Fall ihres Vaters Jamshid Sharmahd liege bei der Bundesanwaltschaft und könne als PrĂ€zedenzfall dienen, um Haftbefehle gegen Regime-FunktionĂ€re auf europĂ€ischem Boden zu erlassen. Sanktionen, Fact-Finding-Missionen oder diplomatische Apparate seien "völlig unzureichend, wenn ein Genozid im Gange ist", so Sharmahd.


