USA, Justiz

Trump will Abzug der Richterin vom Verfahren zu Wahlbetrug

12.09.2023 - 02:02:40 | dpa.de

Donald Trumps Verteidiger werfen der zustĂ€ndigen Richterin Befangenheit vor. ZusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung bekommt der Ex-PrĂ€sident außerdem aus Russland.

Donald Trump ist auf Bundesebene im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug angeklagt. - Foto: Toby Brusseau/AP/dpa

Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump will die zustĂ€ndige Richterin von seinem Bundesverfahren im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug abziehen lassen. Trumps AnwĂ€lte beantragten bei Gericht in Washington, Richterin Tanya Chutkan solle den Fall abgeben. Zur BegrĂŒndung fĂŒhrten sie mehrere Aussagen Chutkans aus der Vergangenheit auf und warfen ihr vor, sie sei nicht neutral, sondern gehe mit einer Vorfestlegung in das Verfahren.

Trump ist in Washington auf Bundesebene im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug angeklagt. Es geht um seinen monatelangen Feldzug gegen seine Niederlage bei der PrÀsidentenwahl 2020, der am 6. Januar 2021 in der gewaltsamen Attacke seiner AnhÀnger auf das US-Kapitol gipfelte. Dem 77-JÀhrigen wird unter anderem eine Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten zur Last gelegt.

Chutkan hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrere Verfahren gegen Randalierer geleitet, die am Sturm auf das Kapitol beteiligt waren. Sie tat sich dabei mit besonders harten Urteilen hervor. In einem der Verfahren hatte sie erklĂ€rt, die Randalierer hĂ€tten gehandelt «in blinder LoyalitĂ€t zu einer Person, die ĂŒbrigens bis heute auf freiem Fuß ist». Unter anderem an diesem Verweis auf Trump stören sich der Republikaner und dessen Verteidiger. Die Bedeutung dieser Aussage sei klar: Trump sei nach Chutkans Auffassung frei, sollte es aber nicht sein, schrieben sie in dem Antrag vom Montag.

Der Vorstoß Trumps kommt nicht ĂŒberraschend. Der Ex-PrĂ€sident und seine AnwĂ€lte versuchen auf diversen Wegen, die verschiedenen Verfahren gegen ihn durch juristische AntrĂ€ge in die LĂ€nge zu ziehen. Der republikanische PrĂ€sidentschaftsbewerber ist mitten im Wahlkampf fĂŒr eine mögliche zweite Amtszeit mit insgesamt vier verschiedenen Anklagen konfrontiert.

Putin verteidigt Trump: «Verfolgung aus politischen Motiven»

Zudem nahm Russlands PrÀsident Wladimir Putin den amerikanischen Ex-PrÀsidenten in Schutz. Das Vorgehen zeige die «Verrottung des amerikanischen politischen Systems», sagte Putin beim Wirtschaftsforum in der ostrussischen Hafenstadt Wladiwostok. «Das, was mit Trump passiert, ist eine Verfolgung eines politischen Konkurrenten aus politischen Motiven.»

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