Ukraine, Russland

Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew ab

22.10.2025 - 01:58:51

Wieder attackiert das russische MilitĂ€r in der Nacht Energieanlagen in der Ukraine. Ziel war dabei auch die Hauptstadt Kiew, aber auch andere Orte. Es gibt erste Berichte ĂŒber SchĂ€den.

Das russische MilitÀr hat Ziele in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen. VorlÀufigen Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge sind dabei mindestens vier Raketen eingesetzt worden. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur hörte im Zentrum gut zwölf Explosionen hauptsÀchlich von Flugabwehrraketen. 

Im sĂŒdlichen Stadtteil Holossijew sei ein Brand ausgebrochen, teilte BĂŒrgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. In zwei weiteren Stadtbezirken seien RaketentrĂŒmmer herabgestĂŒrzt und dabei mindestens ein Auto in Brand gesetzt worden. MilitĂ€rbeobachtern zufolge sind die beiden Heizkraftwerke der Stadt Ziel des Angriffs gewesen. 

Auch Angriffe auf Saporischschja und Kamjanske

In der sĂŒdostukrainischen Großstadt Saporischschja hat es Behördenangaben nach zudem neun EinschlĂ€ge von russischen Kampfdrohnen gegeben. Mehrere WohnhĂ€user seien in Brand geraten, teilte der Gouverneur des Gebiets Iwan Fedorow bei Telegram mit. Mehrere russische Raketen und Drohnen sind der ukrainischen Luftwaffe zufolge auch auf die Industriestadt Kamjanske abgefeuert worden. Berichte ĂŒber mögliche SchĂ€den und Opfer gab es vorerst nicht.

StromausfÀlle in Ismajil

Zuvor hatten mehrere russische Kampfdrohnen auch die sĂŒdukrainische Hafenstadt Ismajil an der rumĂ€nischen Grenze angegriffen. Der ukrainische öffentlich-rechtliche Rundfunk berichtete von Explosionen und StromausfĂ€llen in der Stadt an der Donau. Offizielle BestĂ€tigungen standen dafĂŒr aus.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen eine russische Invasion. Im Herbst hat das russische MilitĂ€r Angriffe auf ukrainische Energieanlagen intensiviert. In mehreren Gebieten des osteuropĂ€ischen Landes kommt es immer wieder zu StromausfĂ€llen. Der Start der Heizsaison fĂŒr die Fernheizungssysteme wurde bereits aufgeschoben. In vielen Regionen fallen die Temperaturen dabei in der Nacht bereits in den unteren einstelligen Bereich.

@ dpa.de

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