Studie, Umsetzung

Studie: Deutsche Unternehmen scheitern bei der Umsetzung von Innovationen

26.01.2026 - 22:35:12

Eine Studie zeigt, dass interne Hürden und komplexe Prozesse deutsche Unternehmen bei der Skalierung von KI-Projekten bremsen und ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden.

Eine neue Studie zeigt, dass deutsche Firmen zwar innovieren wollen, aber an der Umsetzung scheitern. Die interne Bürokratie bremst vor allem KI-Projekte aus.

Der Fraunhofer-Verbund Innovationsforschung hat für seinen “German Innovation Spotlight 2026” mittelständische Unternehmen befragt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Zwar betrachten zwei Drittel der Firmen Innovation als strategisches Ziel. In der Praxis jedoch behindern langsame und komplexe Entscheidungsprozesse die konkrete Arbeit.

Die Lücke zwischen Strategie und Realität

Besonders deutlich wird das Problem bei der Skalierung von Pilotprojekten. Viele Unternehmen experimentieren mit künstlicher Intelligenz, schaffen es aber nicht, die Technologie flächendeckend einzuführen. Die Studie identifiziert diese Umsetzungslücke als großes Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit.

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“Geschwindigkeit entwickelt sich zum kritischen Erfolgsfaktor”, heißt es in der Analyse. Im globalen Wettbewerb mit den USA und China können sich deutsche Firmen keine langwierigen internen Genehmigungswege mehr leisten.

Systematische Methoden als Lösung

Wie kann die Umsetzung beschleunigt werden? Führende Unternehmen setzen auf strukturierte Innovations-Frameworks wie Design Thinking oder Lean Startup. Diese Methoden machen Innovation planbarer.

  • Sie helfen, Kundenbedürfnisse präzise zu identifizieren.
  • Sie ermöglichen eine iterative, also schrittweise, Entwicklung von Lösungen.
  • Sie erlauben es, wenig aussichtsreiche Projekte früh zu stoppen und Ressourcen zu sparen.

Entscheidend ist dabei eine Kultur, die Experimente zulässt und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit fördert.

KI und Nachhaltigkeit im Fokus

Die Studie benennt zwei zentrale Treiber für die kommenden Jahre: Künstliche Intelligenz und nachhaltige Technologien. Experten fordern für 2026 mehr Pragmatismus. Statt auf perfekte Lösungen zu warten, sollten Unternehmen bestehende KI-Tools mutiger einsetzen.

Gleichzeitig wird die Verbindung von technologischem Fortschritt mit den Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft zum wichtigen Wettbewerbsvorteil. Investitionen in KI-Ethik und stabile Systemdesigns gelten als Grundlage für langfristigen Erfolg.

Europa im globalen Innovationsrennen

Der Druck kommt auch von außen. Eine aktuelle KPMG-Analyse zeigt: Die USA führen im globalen KI-Wettlauf klar, Europa liegt noch vor China. Um diese Position zu halten, muss der Kontinent seine industriellen Stärken ausspielen.

Staaten reagieren mit Förderoffensiven. Österreich plans bis 2029 etwa 2,6 Milliarden Euro für eine “Schlüsseltechnologie-Offensive” bereitzustellen. Solche Programme sollen den Wissenstransfer von der Forschung in die Industrie beschleunigen.

Die Zukunft der Arbeit wird sich durch KI grundlegend ändern. Routineaufgaben werden automatisiert, menschliche Fähigkeiten wie kreatives Denken und strategische Entscheidungen gewinnen an Bedeutung. Für Unternehmen heißt das: Sie müssen ihre Strukturen und die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter jetzt anpassen, um im Innovationswettlauf nicht den Anschluss zu verlieren.

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