Steuern, Arbeitsmarkt

CDU-Wirtschaftsrat kritisiert DGB-SteuerplÀne

09.06.2026 - 09:44:17 | dts-nachrichtenagentur.de

Der CDU-Wirtschaftsrat hat die Forderungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nach einer Höherbesteuerung von Besserverdiener und Unternehmen sowie nach einer obligatorischen Betriebsrente scharf kritisiert.

CDU-Wirtschaftsrat kritisiert DGB-SteuerplÀne
Wirtschaft - Haus des Wirtschaftsrates (Archiv) 09.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Die jĂŒngsten VorstĂ¶ĂŸe des DGB zeugen einmal mehr davon, dass man dort immer noch nicht verstanden hat, dass Wohlstand, der verteilt werden soll, zunĂ€chst erwirtschaftet werden muss", sagte Wolfgang Steiger, GeneralsekretĂ€r des Wirtschaftsrates der CDU, der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).

Das gelte fĂŒr das Steuerkonzept des Gewerkschaftsbundes, das mit einer Erhöhung von SĂ€tzen in der Einkommens- wie Körperschaftsteuer LeistungstrĂ€ger und Unternehmen massiv aus dem Land treiben wĂŒrde, so Steiger. Das gelte aber auch fĂŒr die Forderung nach verpflichtenden Betriebsrenten, wenn dies mit Mehrbelastungen von Arbeitgebern einhergehe. Dies wĂŒrde nicht nur die Wahlfreiheit von BeschĂ€ftigten bei der Altersvorsorge einschrĂ€nken, sondern den Faktor Arbeit noch teurer machen, warnte er.

Steiger wies den Verweis von DGB-Chefin Yasmin Fahimi auf höhere BeitrĂ€ge zur Rentenversicherung in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern als Ablenkungsmanöver zurĂŒck, weil Fahimi nicht die gesamte Belastung betrachte. "So betrug im Jahr 2024 der Steuer- und Abgabenkeil fĂŒr kinderlose Alleinstehende, deren Verdienst dem nationalen Durchschnitt entspricht, im OECD-Durchschnitt 34,9 Prozent der Arbeitskosten - in Deutschland waren es 47,9 Prozent", sagte Steiger. Wenn schon nicht aus Verantwortungsbewusstsein fĂŒrs Land, dann doch zumindest aus Eigeninteresse, sollte sich der DGB zum bevorstehenden Gipfel im Kanzleramt mehr RealitĂ€tssinn verordnen. Denn die zuletzt eingebrachten Ideen hĂ€tten eines gemein: Wenn das umgesetzt wĂŒrde, wĂ€ren am Ende kaum noch Arbeitnehmer da, deren Interessen man vertreten könnte, sagte Steiger.

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