Berlin benennt Platz nach Margot FriedlÀnder
25.11.2025 - 14:45:06Berlin benennt einen Platz nach der Holocaust-Ăberlebenden Margot FriedlĂ€nder. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll der Vorplatz des Abgeordnetenhauses kĂŒnftig den Namen der Berliner EhrenbĂŒrgerin tragen, die am 9. Mai im Alter von 103 Jahren gestorben ist.Â
FĂŒr Mittwochvormittag beraumten ParlamentsprĂ€sidentin Cornelia Seibeld und der Regierende BĂŒrgermeister Kai Wegner (CDU) eine Pressekonferenz zur «Benennung des Vorplatzes» ein, ohne Details zu nennen. Dabei ist auch die BĂŒrgermeisterin von Berlin-Mitte, Stefanie Remlinger (GrĂŒne), in deren Bezirk das Abgeordnetenhaus liegt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) stellte unterdessen eine Sonderbriefmarke zur Ehren FriedlĂ€nders vor. An dem Termin in Berlin nahmen auch Vertreter der jĂŒdischen Gemeinschaft sowie SchĂŒlerinnen und SchĂŒler teil.
FriedlÀnder erzÀhlte ihre Geschichte an Schulen
Margot FriedlĂ€nder (1921-2025) stammte aus einer jĂŒdischen Familie und wurde von den Nationalsozialisten in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Nach der Befreiung 1945 ging sie mit ihrem Mann in die USA.Â
Erst mit 88 Jahren zog sie zurĂŒck nach Berlin und erzĂ€hlte ihre Geschichte als Zeitzeugin unter anderem in Schulen. Das ZDF-Dokudrama «Ich bin! Margot FriedlĂ€nder» brachte ihr Leben 2023 einem gröĂeren Publikum nahe.
FriedlĂ€nders eindringlichster Appell war: «Seid Menschen.» Sie fand auf dem jĂŒdischen Friedhof in Berlin-WeiĂensee ihre letzte Ruhe.Â
VorschlĂ€ge, sie nach ihrem Tod zu ehren und ihr VermĂ€chtnis zu bewahren, gab es in Berlin in den vergangenen Monaten einige. Zu den Ideen gehörte, einen Platz in Charlottenburg, eine StraĂe in Kreuzberg oder eine Schule in Neukölln nach ihr zu benennen. Diskutiert wurde auch ĂŒber ein Denkmal.





