DGB-Chefin kritisiert ReformplÀne der Regierung als verfehlt
08.06.2026 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deUnter anderem mĂŒssten gezielt jene Unternehmen entlastet werden, die tatsĂ€chlich in Standorte investieren, etwas fĂŒr gute BeschĂ€ftigung tun oder auf KlimaneutralitĂ€t umstellen, sagte Fahimi. "Wenn der Reformwille beschworen wird, dann muss man auch dazu bereit sein, darĂŒber zu reden, welche Reformen eigentlich notwendig sind."
Den bisherigen Ansatz der Bundesregierung, möglichst radikal zu sparen, ohne strukturelle Reformen anzustoĂen, halte sie fĂŒr falsch. Er trage nicht zur Modernisierung des Landes bei. "Wir brauchen aber keine reinen KĂŒrzungsprogramme, sondern Strukturreformen." Fahimi mahnte: "Wir brauchen Wachstumsimpulse fĂŒr nachhaltige Wirtschaft und gute ArbeitsplĂ€tze. Das Land braucht jetzt eine Wachstumsagenda anstatt Reformschmerz."
Die Idee, zur Gegenfinanzierung einer Einkommensteuerreform pauschal alle staatlichen Subventionen um einen bestimmten Prozentsatz zu kĂŒrzen, tat die DGB-Vorsitzende als völligen Unfug ab. Weder GieĂkannen-Politik noch RasenmĂ€her-Politik werde an den Ursachen der Probleme irgendetwas Ă€ndern. Die Gewerkschaftschefin sagte: "Wir wollen Reformen nicht verhindern, sondern vernĂŒnftig gestalten." An den bestehenden PlĂ€nen lasse sich sicher durchaus noch etwas drehen.
An diesem Mittwoch treffen sich im Kanzleramt die Spitzen der Koalition mit Vertretern von Gewerkschaften und WirtschaftsverbĂ€nden, um ĂŒber geplante Reformen zu reden. Union und SPD haben sich einen straffen Zeitplan gesetzt und wollen bis Ende Juni oder Anfang Juli die wichtigsten Eckpunkte festlegen.
