Deutschland

Glatteisgefahr im Westen - eisige KĂ€lte im Osten

03.02.2026 - 04:41:42

Im Westen Deutschlands ist es deutlich wÀrmer als im dauerfrostigen Nordosten. Doch zur Wochenmitte droht dort Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Sogar eine Unwetterlage ist möglich.

WĂ€hrend die Menschen im Osten und Nordosten mit den eisigen Temperaturen zu kĂ€mpfen haben, droht im Westen und SĂŒdwesten Deutschlands zur Wochenmitte neue Glatteisgefahr. Am Dienstag fĂ€llt dort laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeitweise gefrierender Niederschlag.

FĂŒr große Teile Baden-WĂŒrttembergs und Hessens sowie den SĂŒden von Bayern erwartet der DWD am Vormittag GlĂ€ttegefahr. Auch Unwettergefahr ist nicht ausgeschlossen. Sonst rechnet der Wetterdienst nur örtlich mit glatten Straßen - durch geringen SprĂŒhregen, Schneegriesel oder ĂŒberfrierende NĂ€sse.

TagsĂŒber kann es im westlichen Bergland sowie vom MĂŒnsterland bis in den Nordwesten Glatteis durch gefrierenden Regen geben - regional auch mit Unwettergefahr.

Frostig im Norden, bis zu 11 Grad im SĂŒden

Bereits die letzten Tage hatte sich Deutschland bei der Wetterlage zweigeteilt gezeigt: Frost im Nordosten mit Minusgraden, und teils zweistellige Höchstwerte im Westen, SĂŒdwesten und am zeitweise föhnigen Alpenrand. Am Dienstag werden in der NordosthĂ€lfte Temperaturen von bis zu minus 7 bis 0 Grad erwartet. Dagegen kann es am Oberrhein und Alpenrand bis zu 11 Grad warm werden. Im Rest des Landes liegen die Temperaturen bei 0 bis +8 Grad.

WĂ€hrend fĂŒr den SĂŒden schwacher Wind angesagt wird, kann es an den KĂŒsten und in Hochlagen stĂŒrmisch werden. Sonst wehe mĂ€ĂŸiger und teils stark böiger Ostwind. Die NiederschlĂ€ge ziehen nach DWD-Angaben langsam bis Mittwoch nach Norden. «Gebietsweise besteht vom Nordwesten bis in die östliche Mitte erhöhte Glatteisgefahr», sagte DWD-Meteorologe Marcel Schmid.

Eisige Hauptstadt - GefĂŒhlte Temperatur noch kĂ€lter

Besonders in Berlin und im Nordosten regiert weiter die KĂ€lte. Viele Gehwege in der Hauptstadt sind immer noch vereist, ein Ende ist nicht in Sicht. Immerhin hatte die Verkehrssenatorin Ende vergangener Woche bekanntgegeben, dass der Einsatz von Streusalz auf Gehwegen nun doch erlaubt sei. Die Stadtreinigung bietet angesichts der EisglĂ€tte zudem kostenlos Splitt an - fĂŒr die Bezirke und auch fĂŒr Privatpersonen.

Mit am kĂ€ltesten war es zuletzt in Mecklenburg-Vorpommern. Wetterexperte Stefan Kreibohm erklĂ€rte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Wind dafĂŒr sorge, dass sich die niedrigeren Temperaturen teils deutlich kĂ€lter anfĂŒhlten. Der Meteorologe sprach von einer gefĂŒhlten «Temperatur von teilweise minus 22 Grad» am Montag. Grund sei der sogenannte Wind-Chill-Effekt. Der Wind trage die Warmluftschicht um den Körper permanent ab. Die KĂ€lte gehe gefĂŒhlt fast «durch einen hindurch».

Streik erschwerte den Verkehr

Am Montag wurde der Weg zur Arbeit fĂŒr viele Pendler neben dem Wetter zudem durch einen ganztĂ€gigen Warnstreik beim öffentlichen Nahverkehr erschwert. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen blieben bei zahlreichen kommunalen Betrieben in den Depots.

Betroffen waren nahezu alle 16 BundeslĂ€nder, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Lediglich Niedersachsen war den Angaben nach ausgenommen. Nach ADAC-EinschĂ€tzung machte sich der Warnstreik im morgendlichen Berufsverkehr besonders in den BallungsrĂ€umen auf den Straßen bemerkbar.

@ dpa.de

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