Deutschland, Berlin

Aufnahmestopp bei einem Viertel der Tafeln

28.11.2025 - 12:33:47

RĂŒcklĂ€ufige Lebensmittelspenden und zu wenige Ehrenamtliche machen den Tafeln zu schaffen. Eine neue Strategie soll beim Versorgen von Hilfesuchenden helfen.

Rund ein Viertel der Tafeln in Deutschland haben nach Angaben des Bundesvorsitzenden der Hilfsorganisation temporĂ€re Aufnahmestopps oder fĂŒhren Wartelisten. «Es ist leider so, dass wir nicht alle Menschen bedienen können, die zu den Tafeln kommen wollen», sagte der Vorsitzende Andreas Steppuhn im Interview von Radio Horeb. GrĂŒnde dafĂŒr seien rĂŒcklĂ€ufige Lebensmittelspenden und zu wenige Ehrenamtliche.

Aktuell wĂŒrden rund 1,5 Millionen Menschen regelmĂ€ĂŸig die Tafeln aufsuchen. «Wir haben natĂŒrlich Schwankungen und das ist auch regional sehr unterschiedlich», sagte Steppuhn. Doch weil «nicht so viele Lebensmittel vorhanden sind und weil eben halt auch nicht so viele ehrenamtliche Menschen da sind, die das Ganze dann machen», gebe es nach oben «auch ganz natĂŒrliche Grenzen». Mittlerweile wĂŒrden sich rund 75.000 Menschen ehrenamtlich bei den insgesamt 975 Tafeln in Deutschland engagieren.

UnterstĂŒtzung auch direkt vom Lebensmittelhandel

Ein Grund fĂŒr den RĂŒckgang bei den Lebensmittelspenden sei, dass nachhaltiger gewirtschaftet werde und es weniger Überproduktionen gebe, sagte der Tafel Deutschland-Vorsitzende. «Digitalisierung gibt es in den Discountern und LebensmittelsupermĂ€rkten. Das heißt also, es wird immer nur noch das nachbestellt, was tatsĂ€chlich fehlt.» Daran gebe es vonseiten der Tafeln auch keine Kritik.

Als Konsequenz wende man sich daher direkt auch an die Lebensmittelhersteller, «um da noch Ware zu akquirieren». Mittlerweile sei «der komplette Lebensmittelhandel dabei, die Tafeln zu unterstĂŒtzen».

Die Tafeln seien jedoch nur als Zusatzangebot zu verstehen, betonte Steppuhn. FĂŒr die BekĂ€mpfung von Armut «ist die Politik und der Staat zustĂ€ndig und nicht die Tafeln». Die Organisation stelle fest, dass Armut in Deutschland zunehme. «Was wir von der Politik erwarten, ist, dass Armut wirksam bekĂ€mpft wird. Und dazu gehört eine vernĂŒnftige Sozial- und Rentenpolitik.»

@ dpa.de

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