Zum Wochenstart in vielen Regionen weiter winterlich
01.02.2026 - 12:45:48Der Start in die neue Woche könnte vor allem fĂŒr Pendler herausfordernd werden. In einigen Regionen droht laut den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weiter gefrierender Regen und StraĂenglĂ€tte. FĂŒr Montag hat die Gewerkschaft Verdi zudem in fast allen BundeslĂ€ndern zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Hintergrund sind die parallel laufenden Tarifverhandlungen. Es drohen erhebliche EinschrĂ€nkungen im öffentlichen Nahverkehr.
Lokale Glatteisgefahr
In der Nacht zum Montag könne im Nordwesten sowie vereinzelt Richtung Landesmitte zeitweise gefrierender Regen oder auch Schnee fallen, teilte der DWD in Offenbach mit. Lokal bestehe Glatteisgefahr. TagsĂŒber könnten sich die Menschen im Nordosten sowie ganz im SĂŒden zeitweise auf etwas Sonne freuen, erklĂ€rt Meteorologe Nico Bauer vom DWD.Â
Ansonsten sei der Himmel meist wolkenverhangen. «Im Westen fallen hier und da auch ein paar Tropfen. Im Ă€uĂersten Nordwesten kann dieser auch gefrieren.» Die Spanne bei den Höchstwerten liegt zwischen minus 8 Grad an der Oder und plus 11 Grad entlang des Oberrheins.Â
Mit kostenlosem Splitt spiegelglatte Gehwege sichern
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) gibt angesichts des anhaltenden Winterwetters ab sofort kostenlos Splitt ab. Berlinerinnen und Berliner haben an zehn BSR-Betriebshöfen die Möglichkeit, sich Splitt fĂŒr den privaten Gebrauch in selbst mitgebrachte Eimer oder andere BehĂ€lter fĂŒllen zu lassen. Teils spiegelglatte Gehwege sind in Berlin seit Tagen ein Ărgernis. Der Senat hat deshalb inzwischen angekĂŒndigt, den Einsatz von Streusalz kurzfristig zu erlauben - eigentlich ist er aus UmweltgrĂŒnden weitgehend verboten.
Leere Sonderfahrten der StraĂenbahnen trotz Warnstreiks
Trotz des Warnstreiks im Berliner Nahverkehr am Montag sollen StraĂenbahnen im Einsatz sein, um ein erneutes Einfrieren von Oberleitungen zu verhindern. Einen entsprechenden Kompromiss haben Verdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) geschlossen, wie beide mitteilten. Die StraĂenbahnen fahren ohne Passagiere.Â
Hintergrund dieser Sondervereinbarung ist die Hoffnung, am Dienstag nach dem Warnstreik wieder stabil fahren zu können, wenn die Oberleitungen frei von Eis gehalten werden, sagte eine BVG-Sprecherin.Â
In vielen StĂ€dten bleiben Busse und StraĂenbahnen im Depot
FahrgĂ€ste in zahlreichen deutschen StĂ€dten mĂŒssen sich am Montag wegen Warnstreiks auf erhebliche EinschrĂ€nkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Aktion ist Teil bundesweiter Arbeitsniederlegungen. Niedersachsen ist nach Angaben von Verdi zunĂ€chst nicht betroffen, da dort noch die Friedenspflicht gelte.Â
In den Verhandlungen, die in allen 16 BundeslĂ€ndern meist mit den kommunalen ArbeitgeberverbĂ€nden gefĂŒhrt werden, fordert Verdi unter anderem kĂŒrzere Wochenarbeitszeiten und lĂ€ngere Ruhezeiten, aber auch höhere ZuschlĂ€ge.Â
Schneeverwehungen stoppen Zugverkehr im Harz
Am Wochenende sorgte das Winterwetter teils fĂŒr schwere UnfĂ€lle und Probleme auf der Schiene. Wegen starker Schneeverwehungen war der Zugverkehr zwischen Braunschweig und dem Harz erheblich gestört. Auf der Strecke BraunschweigâVienenburgâGoslar/Bad Harzburg war kein geregelter Betrieb möglich, teilte das Eisenbahnunternehmen erixx mit. Es komme zu zahlreichen ZugausfĂ€llen und teils sehr starken VerspĂ€tungen.Â
Mit einem geregelten Zugbetrieb sei voraussichtlich frĂŒhestens ab Montagmittag zu rechnen. Die fĂŒr die RĂ€umung benötigte SchneefrĂ€se stehe aktuell nicht zur VerfĂŒgung.
Tödlicher Unfall bei GlÀtte
Bei einem Autounfall auf einer schneeglatten StraĂe in Ostfriesland kam ein 29-JĂ€hriger ums Leben. Er saĂ als Beifahrer im Auto eines 27-JĂ€hrigen, der mit seinem Wagen bei Holtland von der StraĂe abgekommen war, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Dort sei das Auto gegen einen Baum geprallt. Der Beifahrer starb durch den Aufprall in der Nacht auf Samstag. Der Fahrer wurde schwer verletzt.







