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AI Act ab August: Neue Regeln für KI-Systeme und Governance

26.06.2026 - 05:35:48 | boerse-global.de

EU-Kommission will Amazon und Microsoft als Gatekeeper einstufen. Parallel dazu drohen Unternehmen Fristen des AI Act.

EU plant strengere Regeln für AWS und Microsoft Cloud-Dienste
Act - Ein stilisiertes, leuchtend blaues digitales Vorhängeschloss-Symbol über einem abstrakten Hintergrund aus Datenlinien und Netzwerk. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Parallel dazu rücken die Fristen des AI Act näher.

Die Behörde kündigte am heutigen Donnerstag an, die Cloud-Sparten der beiden US-Konzerne einer strengeren Überwachung zu unterwerfen. Ziel ist die Einstufung als sogenannte Gatekeeper unter dem Digital Markets Act (DMA). Eine endgültige Entscheidung darüber erwartet die Kommission für November 2026.

Verschärfte Auflagen für Cloud-Marktführer

Die geplante Einstufung soll den Wettbewerb im europäischen Cloud-Markt sichern. Bei Verstößen gegen die DMA-Auflagen drohen Bußgelder von bis zu zehn Prozent des globalen Jahresumsatzes.

Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie der EU. Sie will die digitale Souveränität stärken und faire Bedingungen für europäische Wettbewerber schaffen.

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AI Act: Unternehmen müssen sich sputen

Parallel zur Cloud-Regulierung konkretisieren sich die Anforderungen des EU AI Act. Für Entwickler und Betreiber von KI-Systemen stehen wichtige Stichtage an.

Die meisten allgemeinen Vorschriften werden ab dem 2. August 2026 verbindlich. Verbotene KI-Praktiken mussten Unternehmen bereits bis zum 2. Februar 2025 einstellen. Regeln für KI-Systeme mit allgemeiner Zweckbestimmung (GPAI) gelten seit dem 2. August 2025. Das umfassende Regime für Hochrisiko-KI-Systeme tritt nun am 2. August 2026 in Kraft.

Die Verordnung verpflichtet Organisationen, ihre KI-Systeme systematisch zu erfassen und zu klassifizieren. Zudem müssen sie eine entsprechende Governance-Struktur aufbauen. Auch hier drohen Bußgelder, die sich am weltweiten Jahresumsatz orientieren.

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Frühwarnsysteme gegen Haftungsrisiken

Die komplexe Verflechtung verschiedener EU-Regularien wie AI Act, DORA und ESG-Anforderungen macht regulatorisches Monitoring für Unternehmen immer wichtiger. In der Branche wird zunehmend der Aufbau von Frühwarnsystemen diskutiert.

Fachleute wie Jan Welle (Legal Monitoring) und Matthias Heußner (Chief Client Officer bei eagle lsp) erörtern Anfang Juli auf Fachveranstaltungen die Implementierung solcher Systeme. Schwerpunkt: Wie Unternehmen rechtliche Änderungen proaktiv erkennen und in ihre Governance-Strukturen einbinden.

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