Zölle, Deutschland

Merz rechnet mit schnellem Start fĂŒr Mercosur-Freihandel

02.02.2026 - 20:05:15 | dpa.de

Europaabgeordnete zweifeln an der RechtmĂ€ĂŸigkeit des Mercosur-Abkommens und haben eine ÜberprĂŒfung durch den EuGH veranlasst. Bundeskanzler Merz sieht das Abkommen aber nicht gefĂ€hrdet.

Gegen das Freihandelsabkommen gibt es WiderstÀnde, doch das wird die Vereinbarung nach EinschÀtzung von Bundeskanzler Merz nicht aufhalten. (Archivbild) - Foto: Jorge Saenz/AP/dpa
Gegen das Freihandelsabkommen gibt es WiderstÀnde, doch das wird die Vereinbarung nach EinschÀtzung von Bundeskanzler Merz nicht aufhalten. (Archivbild) - Foto: Jorge Saenz/AP/dpa

Das EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay wird nach EinschĂ€tzung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) noch vor Abschluss einer ÜberprĂŒfung durch den EuropĂ€ischen Gerichtshof angewandt werden können. «Nach heutigem Stand haben die Versuche, es doch noch auf den letzten Metern zu verzögern, nĂ€mlich im EuropĂ€ischen Parlament, keinen Erfolg», sagte Merz beim Neujahrsempfang der Deutschen Börse in Eschborn. «Es wird ein vorlĂ€ufiges Inkrafttreten dieses Handelsabkommens geben, in dem Augenblick, wo der erste sĂŒdamerikanische Staat es ratifiziert.»

Der Mercosur-Deal war zu Jahresbeginn in Paraguay nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen unterzeichnet worden. Es soll eine neue Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern geschaffen werden. Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen angekurbelt werden. 

Das EuropĂ€ische Parlament hatte dann jedoch mit knapper Mehrheit beschlossen, den EuGH vor der Entscheidung ĂŒber die abschließende Ratifizierung untersuchen zu lassen, ob das Abkommen mit EU-Recht vereinbar ist. EuropĂ€ische Landwirte fĂŒrchten die Konkurrenz aus den Mercosur-Staaten und sprechen von einer Existenzbedrohung fĂŒr die europĂ€ische Landwirtschaft. BefĂŒrworter des Abkommens sehen dagegen besonders große Chancen fĂŒr die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche.

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