Deutschland, Rheinland-Pfalz

BASF-Chef: Ludwigshafen zentral fĂŒr Zukunft des Chemieriesen

30.04.2026 - 13:06:01 | dpa.de

Hoher Kostendruck, Stellenabbau, verÀnderte MÀrkte: Manager Markus Kamieth treibt die VerÀnderungen bei BASF voran.

  • Der BASF-Standort Ludwigshafen soll wettbewerbsfĂ€higer werden. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
    Der BASF-Standort Ludwigshafen soll wettbewerbsfÀhiger werden. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
  • BASF sieht deutliche Wachstumschancen in China. (Archivbild) - Foto: Deng Hua/XinHua/dpa
    BASF sieht deutliche Wachstumschancen in China. (Archivbild) - Foto: Deng Hua/XinHua/dpa
  • BASF-Chef Markus Kamieth arbeitet an VerĂ€nderungen im Konzern. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
    BASF-Chef Markus Kamieth arbeitet an VerÀnderungen im Konzern. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
Der BASF-Standort Ludwigshafen soll wettbewerbsfÀhiger werden. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa BASF sieht deutliche Wachstumschancen in China. (Archivbild) - Foto: Deng Hua/XinHua/dpa BASF-Chef Markus Kamieth arbeitet an VerÀnderungen im Konzern. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa

Der weltgrĂ¶ĂŸte Chemiekonzern BASF investiert Milliardensummen in den Erhalt und die Entwicklung seines schwĂ€chelnden Stammwerks Ludwigshafen. Der grĂ¶ĂŸte Standort des Dax-Konzerns sei die Wiege von BASF und zentral fĂŒr die Zukunft des Konzerns, sagte Vorstandschef Markus Kamieth auf der Hauptversammlung in Mannheim. «Deshalb ist es so wichtig, dass uns die VerĂ€nderung hier gelingt.»

Fortlaufend wĂŒrden mindestens 1,5 Milliarden Euro jĂ€hrlich in den Erhalt und auch neue Anlagen in Ludwigshafen investiert, erklĂ€rte der Manager. An dem Standort werde es dennoch weitere Einschnitte in allen Bereichen geben. Bestimmte Dienstleistungen etwa bei Personal, Finanzen und Digitalisierung wĂŒrden kĂŒnftig verstĂ€rkt aus Indien kommen.

Sparprogramm und Stellenabbau

BASF kĂ€mpft mit einer zu geringen Auslastung am Stammwerk Ludwigshafen. Der Dax-Konzern hat deshalb mehrere Sparprogramme aufgelegt, inklusive umfangreichem Stellenabbau. Rund 2.800 Stellen sind nach Angaben des Vorstands bei der BASF SE in Ludwigshafen seit Anfang 2024 weggefallen. «FĂŒr unsere Mannschaft in Ludwigshafen ist das keine einfache Zeit», sagte Kamiteh zu den VerĂ€nderungen fĂŒr mehr WettbewerbsfĂ€higkeit. «Ich weiß, dass die Schlagzahl sehr hoch ist.» 

Nach den ersten Monaten des laufenden Jahres gab es bei dem Chemiekonzern weltweit 106.428 BeschÀftigte und damit rund 5.000 weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Im Stammwerk arbeitet mit etwa 33.000 Menschen etwa ein Drittel der weltweiten BeschÀftigten. 

Keine Produktionsverlagerung nach China

Der Vorstandschef versicherte, die milliardenschweren Investitionen in China in den Verbundstandort Zhanjiang gingen nicht zulasten der heimischen Standorte. Produktion wandere nicht aus Deutschland nach China ab. «Wir produzieren in China fĂŒr China, nicht fĂŒr den Export nach Europa», erklĂ€rte der Manager. «Wenn wir Anlagen in Deutschland schließen, dann hat es vor allem mit der Marktentwicklung und WettbewerbsfĂ€higkeit in Europa zu tun.»

BASF habe in China zuletzt einen Umsatz von rund acht Milliarden Euro erzielt. In den USA sei es fast das Doppelte, in Europa etwa das Dreifache. Perspektivisch soll das ChinageschĂ€ft Ă€hnlich groß werden wie unser USA-GeschĂ€ft, kĂŒndigte der Vorsitzende an. «Aber auch das ist keine AbhĂ€ngigkeit von einem einzelnen Markt, sondern entspricht der RealitĂ€t in unserer Branche.» China stehe fĂŒr rund die HĂ€lfte des globalen Chemiemarkts.

Mehr Gewinn im ersten Quartal

Im ersten Quartal wurde ein Konzernumsatz von 16 Milliarden Euro erzielt, was einem RĂŒckgang zum Vorjahr um drei Prozent entspricht. Unter dem Strich stieg der auf die AktionĂ€re entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent auf 927 Millionen Euro. 

AktionĂ€rsschĂŒtzer forderten das Management auf, nicht nur den neuen Standort China hochzufahren, sondern auch Europa als zukunftsfĂ€higen Heimathafen zu sichern. Auf der Hauptversammlung sollte eine Dividende fĂŒr die Anteileigner von unverĂ€ndert 2,25 Euro je Aktie beschlossen werden.

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