Habeck hĂ€lt Lindners Steuerentlastungen fĂŒr unzulĂ€nglich
01.08.2023 - 10:51:04 | dpa.de
Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) hat von Finanzminister Christian Lindner (FDP) stĂ€rkere Entlastungen der Wirtschaft verlangt.
Habeck sagte dem «Handelsblatt»: «Die VorschlĂ€ge des Finanzministers im Entwurf zum Wachstumschancengesetz sind ein zarter Anfang fĂŒr das, was wir brauchen, aber es reicht eben nicht.» Habeck forderte einen Dreiklang an MaĂnahmen, um der deutschen Industrie in der zurzeit angespannten wirtschaftlichen Lage zu helfen: erstens zielgerichtete UnterstĂŒtzung fĂŒr Investitionen, zweitens steuerliche Abschreibungen und drittens fĂŒr eine Ăbergangszeit einen Industriestrompreis.
Lindner will die Wirtschaft mit einem Steuerpaket um jĂ€hrlich rund sechs Milliarden Euro entlasten. Das Wachstumschancengesetz solle die WettbewerbsfĂ€higkeit Deutschlands stĂ€rken und fĂŒr mehr Investitionen sorgen, hieĂ es Mitte Juli aus dem Finanzministerium. Lindner schlĂ€gt fast 50 steuerpolitische MaĂnahmen vor. Kernelement ist eine im Koalitionsvertrag angekĂŒndigte PrĂ€mie fĂŒr Investitionen in den Klimaschutz. Der Entwurf ist in der Regierung noch nicht abgestimmt.
Habeck hĂ€lt die Entlastungen fĂŒr zu gering: «Wir brauchen einen wirklichen Stimulus fĂŒr Wachstum, Wohlstand und die WettbewerbsfĂ€higkeit des Standorts Deutschland, denn unsere globalen Wettbewerber schlafen nicht.» Das Bundeswirtschaftsministerium hat in der regierungsinternen Abstimmung nach «Handelsblatt»-Informationen Protest eingelegt, weil es die VorschlĂ€ge des Finanzministeriums fĂŒr nicht weitreichend genug hĂ€lt.
Habeck hat einen staatlich subventionierten niedrigeren Industriestrompreis vorschlagen. Die FDP lehnt das ab.
SpitzenverbÀnde der deutschen Wirtschaft fordern grundlegende Entlastungen. Die deutsche Wirtschaft steckt in einer Flaute.
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