Schienenbau, Kabinett

Schienenbau 2027: Kabinett erhöht Neu- und Ausbau auf 2,2 Mrd Euro

04.07.2026 - 21:43:05 | boerse-global.de

Die Bundesregierung plant 2027 Rekordmittel für den Schienenneubau, kürzt aber gleichzeitig die Gelder für Bestandsnetz und Güterverkehrsförderung.

Bundesregierung: Rekordinvestitionen für Schienenneubau 2027
Schienenbau - Ein moderner Hochgeschwindigkeitszug fährt durch eine neu gebaute Eisenbahnstrecke in einer europäischen Landschaft bei Sonnenuntergang. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Bundesregierung will 2027 deutlich mehr Geld in den Neu- und Ausbau der Schiene stecken – und kürzt gleichzeitig beim Erhalt des bestehenden Netzes.

Ein Kabinettsentwurf vom 4. Juli sieht vor, die Investitionen für den Neu- und Ausbau der Eisenbahninfrastruktur auf 2,2 Milliarden Euro anzuheben. Das sind 400 Millionen Euro mehr als zuvor. Das Bundesverkehrsministerium spricht von einem Rekordniveau für diesen Bereich.

Mehr Geld vom Verteidigungsministerium

Auch das Verteidigungsministerium stockt seinen Beitrag auf. Es steuert künftig 0,68 Milliarden Euro für Schienenprojekte bei – zuvor waren es 0,55 Milliarden. Die Mittel fließen in Infrastrukturmaßnahmen, die auch für militärische Logistik relevant sind.

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Doch die Kehrseite der Medaille: Die Gelder für das Bestandsnetz sinken auf 15 Milliarden Euro. Branchenkenner warnen vor den Folgen für die Instandhaltung. Auch die Digitalisierung der Schiene muss Kürzungen hinnehmen.

Güterverkehr unter Druck

Ein besonders heikler Punkt: die Trassenpreisförderung. Diese staatliche Unterstützung macht den Schienengüterverkehr gegenüber dem Lkw wettbewerbsfähiger. Die Regierung will sie von 345 Millionen Euro (2026) auf 200 Millionen Euro (2027) kappen.

Verkehrs- und Umweltverbände reagieren scharf. Die Allianz pro Schiene, der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und die Güterbahnen kritisieren die Pläne. Der Verband der privaten Güterbahnen sieht die wirtschaftliche Basis vieler Unternehmen gefährdet.

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Nächste Schritte

Das Bundeskabinett befasst sich zeitnah mit dem Entwurf. Ein offizieller Beschluss ist für den 6. Juli erwartet. Danach folgt das parlamentarische Verfahren – Änderungen sind noch möglich.

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