Dudenhöffer kritisiert neue Elektroförderung
01.02.2026 - 04:00:14Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer kritisiert die neue Elektroförderung der Bundesregierung. Sie sei «ein steuerfinanziertes Förderprogramm», das der Markt nicht brauche, betont er in seiner aktuellen Rabattstudie, die der dpa vorab vorliegt. «Man könnte auch sagen, es ist die Vergeudung von Steuergeldern.»
Dudenhöffer kritisiert dabei unter anderem die Einkommensgrenzen fĂŒr die maximale Förderung als zu niedrig angesetzt. «Familien mit Kindern, die ĂŒber ein Jahreseinkommen von 45.000 Euro und weniger verfĂŒgen, kaufen ĂŒblicherweise Gebrauchtwagen und haben, wenn sie in StĂ€dten wohnen, ĂŒblicherweise keine Möglichkeit eine Wallbox zu installieren», sagt er.Â
PrÀmie könnte Importe aus China fördern
Es werde nun spannend, ob mit UnterstĂŒtzung der PrĂ€mie der Anteil billiger Importe - insbesondere aus China - steige, sagt er. «Die Voraussetzungen dazu hat das Umweltministerium mit der FörderprĂ€mie geschaffen.» Insbesondere die deutschen Premiumhersteller Audi, BMW, Mercedes und Porsche mit ihren vergleichsweise teuren Autos könnten nur zusehen. «ArbeitsplĂ€tzen in der deutschen Autoindustrie wird durch eine kleine Sonderkonjunktur E-Auto nicht geholfen.»Â
Zumindest im Januar hat die AnkĂŒndigung der PrĂ€mie bisher nicht zu starken AusschlĂ€gen bei den fĂŒr wichtige Modelle angebotenen Rabatten auf dem deutschen Markt gefĂŒhrt. Im Vorfeld hatte es Bedenken gegeben, dass diese gesenkt werden könnten, wenn der Staat Geld zuschieĂe, die Hersteller also einen Teil der PrĂ€mie absaugen. Im Schnitt der wichtigsten von Dudenhöffer beobachteten Fahrzeuge ist der Rabatt auf Stromer im vergangenen Monat aber sogar leicht angestiegen - auf aktuell im Schnitt 19,5 Prozent. «Bis auf einige Lockvogel-Angebote konnten wir wenig systematische VerĂ€nderungen im Markt durch die PrĂ€mienankĂŒndigung erkennen», sagt er.


