ROUNDUP, US-PrÀsident

US-PrÀsident Biden lÀdt zu Ukraine-Treffen in Deutschland

26.09.2024 - 16:23:28

WASHINGTON/BERLIN - US-PrĂ€sident Joe Biden gibt vor einem Treffen mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj milliardenschwere Hilfe fĂŒr Kiew frei und lĂ€dt zu einem Ukraine-Treffen auf FĂŒhrungsebene im Oktober in Deutschland ein.

(neu: Senat)

WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX) - US-PrĂ€sident Joe Biden gibt vor einem Treffen mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj milliardenschwere Hilfe fĂŒr Kiew frei und lĂ€dt zu einem Ukraine-Treffen auf FĂŒhrungsebene im Oktober in Deutschland ein. Dabei soll die sogenannte Kontaktgruppe, die von den USA gefĂŒhrt wird, zur UnterstĂŒtzung der von Russland angegriffenen Ukraine ĂŒber die weitere militĂ€rische Hilfe beraten, wie das Weiße Haus mitteilte. Biden reist Mitte Oktober nach Deutschland.

Biden Mitte Oktober in Deutschland

Das Format nennt sich auch Ramstein-Gruppe, weil die Treffen hĂ€ufig auf dem US-LuftwaffenstĂŒtzpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz stattfinden. Es wird erwartet, dass Biden nach einem Stopp in Berlin auch Ramstein besucht. Einen Ort in Deutschland fĂŒr das hochrangige Ukraine-Treffen nannte das Weiße Haus zwar nicht - Ramstein wĂ€re aber eine naheliegende Möglichkeit.

Zur Ukraine-Kontaktgruppe gehören etwa 50 Staaten. Normalerweise nehmen an den regelmĂ€ĂŸigen GesprĂ€chen die Verteidigungsminister der MitgliedslĂ€nder teil. In den vergangenen Tagen wurde bereits spekuliert, dass Biden ein Treffen der Gruppe auf Ebene der Staats- und Regierungschefs ausrichten will. Das Ziel des US-PrĂ€sidenten sei es nun, die BemĂŒhungen der Teilnehmer-LĂ€nder fĂŒr die Ukraine zu koordinieren, so das Weiße Haus. Die USA und Deutschland sind die grĂ¶ĂŸten Waffenlieferanten der Ukraine.

Milliardenschwere MilitÀrhilfe

Biden gab vor dem Treffen mit Selenskyj außerdem mehr als sieben Milliarden Euro an militĂ€rischer Hilfe fĂŒr die Ukraine frei. Zu dem Paket gehören ein weiteres Patriot-Flugabwehrsystem, Gleitbomben mit hoher Reichweite sowie Drohnen. Der Großteil der neuen Hilfe kommt aus BestĂ€nden des US-MilitĂ€rs. Gut zwei Milliarden Euro werden ĂŒber ein Programm bereitgestellt, das es der US-Regierung erlaubt, Waffen fĂŒr die Ukraine von Unternehmen zu kaufen. Zuvor hatte die US-Regierung mitgeteilt, der Ukraine erneut umstrittene Streumunition zur VerfĂŒgung zu stellen.

"Es war eine der obersten PrioritĂ€ten meiner Regierung, der Ukraine die UnterstĂŒtzung zukommen zu lassen, die sie braucht, um zu siegen", erklĂ€rte Biden, der in rund drei Monaten aus dem Amt scheiden wird. Selenskyj dankte den USA umgehend fĂŒr die neue Hilfe. "Wir werden diese UnterstĂŒtzung auf möglichst effiziente und transparente Weise nutzen", versprach der Staatschef bei Telegram.

Treffen mit Biden und Harris

Am Vormittag (Ortszeit) kam Selenskyj im US-Kongress in Washington mit den Spitzen beider Parteien im Senat zusammen, dem Demokraten Chuck Schumer und dem Republikaner Mitch McConnell. US-PrĂ€sident Biden wird seinen ukrainischen Kollegen etwa um 13.45 Ortszeit (19.45 Uhr deutscher Zeit) im Weißen Haus empfangen. In dem GesprĂ€ch will der Ukrainer Einzelheiten zu seinem "Siegesplan" fĂŒr die Ukraine darlegen.

SpĂ€ter wird sich Selenskyj auch mit US-Vize Kamala Harris treffen, die fĂŒr die Demokraten bei der PrĂ€sidentenwahl am 5. November gegen den Republikaner Donald Trump antritt. Eigentlich hatte der ukrainische PrĂ€sident angekĂŒndigt, wĂ€hrend seiner Zeit in den USA auch Trump treffen zu wollen. So ein Treffen gilt mittlerweile aber als unwahrscheinlich.

"Wir geben weiterhin Milliarden von Dollar an einen Mann, der sich weigert, einen Deal einzugehen", sagte Trump am Mittwoch einer Wahlkampfveranstaltung in North Carolina ĂŒber Selenskyj und kritisierte den Ukrainer dafĂŒr, keine Abmachung mit Moskau zu treffen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden."Jeder Deal, selbst der schlechteste Deal, wĂ€re besser gewesen als das, was wir jetzt haben", so Trump.

Sorge wegen Trump

In der Ukraine gibt es BefĂŒrchtungen, dass die USA als wichtigster UnterstĂŒtzer des Landes im Abwehrkampf gegen Russland weitgehend ausfallen könnten, falls Trump die PrĂ€sidentenwahl im November gewinnen sollte. Die USA unterstĂŒtzen die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland in großem Stil.

Biden hatte Anfang der Woche in New York gemeinsam mit internationalen Partnern die Entschlossenheit bekrĂ€ftigt, der Ukraine beim Wiederaufbau zur Seite zu stehen. "Wir sind entschlossen, der Ukraine die Ressourcen zur VerfĂŒgung zu stellen, die sie braucht, um stĂ€rker zu werden als zuvor", sagte er am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Schon bei einer Begegnung in New York hat Selenskyj mit Biden ĂŒber nach Angaben des Weißen Hauses ĂŒber den Friedensplan gesprochen.

@ dpa.de

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