Gesichtserkennung ab 15. Juni: Vietnam zwingt 20 Millionen zur Verifizierung
14.06.2026 - 21:37:21 | boerse-global.de
Ab dem 15. Juni 2026 müssen Mobilfunkkunden in Vietnam ihre Identität per Gesichtserkennung bestätigen, wenn sie die SIM-Karte in ein neues Gerät einlegen.
Die neue Regelung basiert auf Artikel 8 des Rundschreibens 08/2026/TT-BKHCN. Kunden haben nach dem Einsetzen der SIM-Karte genau zwei Stunden Zeit, die Gesichtserkennung durchzuführen. Der Abgleich erfolgt über die nationale Bevölkerungsdatenbank oder die internen Systeme der Netzbetreiber.
Strenger Zeitplan mit harten Konsequenzen
Anzeige: Ab dem 15. Juni 2026 müssen Sie Ihre SIM-Karte per Gesichtserkennung verifizieren – sonst droht die Sperrung. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung vermeiden Sie den Verlust Ihrer Mobilfunknummer. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Scheitert die Verifizierung innerhalb der zwei Stunden, sperren die Betreiber sofort ausgehende Dienste wie Anrufe und SMS. Die Nutzer haben dann 30 Tage Zeit, die Identitätsprüfung nachzuholen. Passiert das nicht, folgt die beidseitige Sperre – weder ausgehende noch eingehende Verbindungen sind möglich. Nach weiteren fünf Tagen ohne Bestätigung kündigt der Betreiber den Vertrag endgültig.
Warum der Staat jetzt härter durchgreift
Hintergrund der Verschärfung: Anfang 2026 waren über zwei Millionen Telefonnummern nicht rechtmäßig ihren Besitzern zugeordnet. Bereits im Frühjahr sperrten die Behörden rund zwei Millionen Anschlüsse, deren Inhaber mit fremden Ausweisdokumenten registriert waren.
Die biometrische Kopplung soll Betrug beim Online-Banking, bei E-Wallets und beim Zugang zu staatlichen Diensten wie der elektronischen Patientenakte oder dem VNeID-System verhindern. Die Verifizierung selbst dauert laut Betreiberangaben nur 30 Sekunden bis eine Minute.
Millionen Kunden noch nicht verifiziert
Anzeige: Über 20 Millionen Mobilfunkkunden in Vietnam sind noch nicht verifiziert – und die Frist läuft. Wer die Gesichtserkennung nicht rechtzeitig durchführt, riskiert die dauerhafte Sperrung seiner Nummer. Dieser Notfallplan zeigt Ihnen, wie Sie sich in nur 30 Sekunden absichern. Notfallplan jetzt sichern
Die Umstellung bleibt eine logistische Herausforderung. Kurz vor Inkrafttreten galten nach Schätzungen von Marktbeobachtern noch zwischen 12 und 20 Millionen Mobilfunkkunden als nicht ausreichend verifiziert. Besonders betroffen: Nutzer in abgelegenen Regionen, ältere Menschen und Besitzer älterer Handys.
Die großen Netzbetreiber Viettel, MobiFone und VinaPhone reagieren unterschiedlich. Viettel bietet für Senioren und hilfsbedürftige Kunden spezielle Hausbesuche an. Alternativ können Kunden Apps wie My Viettel oder My VNPT nutzen, um den Abgleich mit den staatlichen Datenbanken durchzuführen.
Experten warnen: Eine dauerhafte Sperrung der Telefonnummer hat weitreichende Folgen. Viele kritische Anwendungen und Konten sind direkt mit der Mobilfunkidentität verknüpft.
