Mediterrane Kost und DASH-DiĂ€t: Starke Evidenz fĂŒr gesunde GefĂ€Ăe
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 16:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der kardiovaskulĂ€ren PrĂ€vention rĂŒckt das gesamte ErnĂ€hrungsmuster zunehmend in den Mittelpunkt wissenschaftlicher Bewertungen. Ein wissenschaftliches Positionspapier des American College of Cardiology im Fachjournal âJACCâ unterstreicht, dass fĂŒr den Schutz des Herz-Kreislauf-Systems die GesamtqualitĂ€t der tĂ€glichen Kost weitaus wichtiger ist als die isolierte Betrachtung einzelner NĂ€hrstoffe.
Auch Prof. Frank B. Hu von der Harvard T.H. Chan School of Public Health betonte in diesem Zusammenhang, dass vor allem die Gesamtheit der verzehrten Lebensmittel fĂŒr die gesundheitlichen Effekte ausschlaggebend sei.
Pflanzliche Basis und bewÀhrte ErnÀhrungsmuster
Die Kardiologenorganisation empfiehlt in ihrer Veröffentlichung vor allem den verstĂ€rkten Verzehr von wenig verarbeiteten pflanzlichen Produkten sowie hochwertigen Fetten und Proteinen. DemgegenĂŒber sollten raffinierte StĂ€rke, zugesetzter Zucker, ĂŒbermĂ€Ăiges Natrium und hochverarbeitete Lebensmittel konsequent eingeschrĂ€nkt werden.
Wissenschaftlich besonders gut abgesichert sind laut dem Positionspapier zwei etablierte Konzepte: FĂŒr die mediterrane ErnĂ€hrung sowie die DASH-DiĂ€t liege eine besonders starke Evidenz zur Förderung der kardiovaskulĂ€ren Gesundheit vor.
Beide AnsĂ€tze zeichnen sich dadurch aus, dass sie vollwertige Lebensmittel kombinieren und schĂ€dliche EinflĂŒsse durch industrielle Verarbeitungsstufen minimieren, anstatt allein auf den Verzicht einzelner MakronĂ€hrstoffe zu setzen.
Empfehlungen zu GetrÀnken und medikamentöser Begleitung
Neben festen Lebensmitteln thematisiert das Papier auch das tĂ€gliche Trinkverhalten. Als bevorzugte Durstlöscher gelten Wasser und ungesĂŒĂte GetrĂ€nke, wĂ€hrend zuckerhaltige GetrĂ€nke deutlich begrenzt werden sollten. Kaffee und Tee können nach EinschĂ€tzung der Fachgesellschaft in moderaten Mengen konsumiert werden, wohingegen vom Konsum von Alkohol abgeraten wird.
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Einen weiteren Aspekt bilden moderne medikamentöse Therapien zur Gewichtsreduktion. Der Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten kann zwar die Gewichtsabnahme unterstĂŒtzen und das kardiovaskulĂ€re Gesamtrisiko verringern, ersetzt jedoch keine gesunde Lebensweise.
Die Autoren weisen darauf hin, dass eine vollwertige ErnÀhrung auch unter einer solchen medikamentösen Behandlung unverzichtbar bleibt, um den Körper bedarfsgerecht zu versorgen und den Therapieerfolg langfristig abzusichern.
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Soziale Faktoren und gezielte Programme
Ein nachhaltiger Wandel der Essgewohnheiten hĂ€ngt nach Ansicht des American College of Cardiology jedoch nicht nur von individuellen Entscheidungen ab. Programme nach dem Grundsatz âFood Is Medicineâ bieten das Potenzial, die ErnĂ€hrungsqualitĂ€t in der Bevölkerung gezielt zu steigern.
Um eine breite Wirkung zu erzielen, seien die tatsĂ€chliche VerfĂŒgbarkeit, bezahlbare Preise und die praktische Nutzbarkeit gesunder Nahrungsmittel im Alltag entscheidende Faktoren. Eine wirksame Herz-Kreislauf-PrĂ€vention erfordert daher sowohl klare ernĂ€hrungsmedizinische Leitlinien als auch Rahmenbedingungen, die den Zugang zu vollwertigen Lebensmitteln erleichtern.
