Pflanzenkost, Studie

Pflanzenkost senkt biologisches Alter – Studie belegt Effekt

13.05.2026 - 08:51:30 | boerse-global.de

Studie der Uni Sydney zeigt: Ballaststoffreiche Ernährung senkt Cholesterin, Blutzucker und Entzündungswerte innerhalb weniger Wochen.

Pflanzenkost senkt biologisches Alter – Studie belegt Effekt - Foto: über boerse-global.de
Pflanzenkost senkt biologisches Alter – Studie belegt Effekt - Foto: über boerse-global.de

Wissenschaftler der Universität Sydney haben nachgewiesen: Eine pflanzenbetonte Ernährung kann das biologische Alter innerhalb weniger Wochen senken.

Die Forscher untersuchten 104 ältere Probanden über vier Wochen. Die Teilnehmer stellten auf ballaststoffreiche Kost mit komplexen Kohlenhydraten um. Das Ergebnis: Cholesterin- und Blutzuckerwerte sanken, Entzündungswerte im Blut gingen zurück. Besonders stark fiel der Effekt bei fettarmer Mischkost mit niedriger glykämischer Last aus.

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Experten fordern Präventions-Offensive

Parallel dazu veröffentlichte die Universität Innsbruck den HEAL-Report (Healthy Eating & Active Living). 64 internationale Wissenschaftler fordern eine stärkere Verankerung von Prävention in Bildungssystemen. Ihr Argument: Rund 75 Prozent aller Todesfälle gehen auf Zivilisationskrankheiten zurück – vermeidbar durch vollwertige, pflanzliche Ernährung.

BfArM warnt vor riskanten Drip-Spa-Trends

Während Pflanzenkost boomt, schlägt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Alarm. Am 12. und 13. Mai warnte die Behörde vor sogenannten Drip-Spa-Infusionen. Bei diesem Wellness-Trend werden Vitamin- und Mineralkomplexe direkt intravenös verabreicht. Das Versprechen: sofortige Steigerung der Zellenergie.

Doch weder Zulassung noch Wirksamkeitsnachweis liegen vor. Stattdessen drohen erhebliche Risiken: Hypervitaminosen, Elektrolytstörungen, allergischer Schock oder Luftembolien.

Auch bei frei verkäuflichen Präparaten ist Vorsicht geboten. Sportwissenschaftler Ingo Froböse betont: Magnesium sollte nur bei nachgewiesenem Mangel oder extremen Schweißverlusten ergänzt werden. Die DGE empfiehlt 350 mg für Männer, 300 mg für Frauen. Das BfR rät, über Supplemente nicht mehr als 250 mg Magnesiumcitrat pro Tag aufzunehmen.

Ballaststoffe als Zell-Booster

Matthias Riedl erklärte am 12. Mai: Ballaststoffe sind weit mehr als Verdauungshilfe. Sie nähren das Mikrobiom und senken das Risiko für Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Die DGE empfiehlt mindestens 30 Gramm täglich – die meisten Deutschen unterschreiten diesen Wert deutlich.

Experten unterscheiden zwischen löslichen Ballaststoffen (Hafer, Äpfel) und unlöslichen Fasern (Vollkorn). Wichtig: Langsam steigern und viel trinken, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Die 30-Plants-Challenge – 30 verschiedene pflanzliche Lebensmittel pro Woche – gewinnt an Popularität.

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Proteinversorgung: Mehr im Alter

Die allgemeine Empfehlung liegt bei 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Für Menschen über 65 steigt der Bedarf auf 1,0 Gramm. Ernährungsberater Rob Hobson empfiehlt aktiven Erwachsenen rund 100 Gramm täglich – über Eier, Tofu, Hülsenfrüchte und Fischkonserven.

Ein häufiger Fehler beim Frühstück: zu viel Fruchtzucker. Carolin Kotke rät stattdessen zu Porridge mit Nüssen – einer Kombination aus Proteinen, Ballaststoffen und gesunden Fetten.

Von Diäten zu biochemischer Optimierung

Der Fall Matthias Steiner zeigt, was möglich ist: Der Olympiasieger berichtete am 11. Mai in Hamburg über seinen Gewichtsverlust von 50 Kilogramm. Sein Erfolgsrezept: nachhaltige Veränderungen jenseits bloßer Kalorienreduktion.

Die Innsbrucker Wissenschaftler fordern ein Umdenken im Gesundheitssystem: Das Verhältnis von Präventions- zu Therapieausgaben müsse sich auf 3:1 verschieben.

Mythen und Fakten

Auf der Veranstaltung „Wissen unplugged“ am 5. Mai in Berlin räumte Dr. Luisa Werner mit Irrtümern auf: Darmreinigungen sind medizinisch unnötig – der Körper bildet keine Schlacken. Und vermeintlich zuckerfreie Rezepte mit Datteln enthalten faktisch hohe Zuckermengen. Die WHO empfiehlt maximal 50 Gramm freien Zucker pro Tag.

Ausblick: Personalisierte Zellversorgung

Die Zukunft gehört der individualisierten Ernährung. Intervallfasten wird zunehmend als Werkzeug zur zellulären Regeneration betrachtet, nicht nur zur Gewichtsreduktion. Vegane Ernährung erfordert sorgfältige Planung, besonders bei Vitamin B12.

Die Stiftung Warentest bewertet Omega-3-Fettsäuren aus Algenöl positiv – sofern die Höchstmengen des BfR von 1,5 Gramm EPA/DHA pro Tag nicht überschritten werden. Die Forschung wird sich künftig darauf konzentrieren, wie spezifische Nährstoffkombinationen die biologische Uhr noch präziser beeinflussen können.

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