Salz, Zucker

Salz und Zucker: Neuer Expertenkonsens nennt klare Tagesgrenzen für Erwachsene

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 21:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Fachkonsens nennt Alltagsziele für Bewegung, Schlaf und Ernährung; ältere Menschen und weitere Gruppen sollen Werte individuell anpassen.
Ein Glas Wasser und eine Schale mit frischem Gemüse auf einem Holztisch als Symbol für einen gesunden Lebensstil. Illustration mit AI erstellt.

Chronische Erkrankungen stellen Gesundheitssysteme weltweit vor wachsende Herausforderungen. Um diesen Entwicklungen frühzeitig und strukturiert entgegenzuwirken, hat eine Gruppe von 48 multidisziplinären Experten unter der Leitung der Tianjin University of Traditional Chinese Medicine einen umfassenden Konsens zur Primär- und Frühprävention erarbeitet.

Wie die chinesische Plattform people.cn in einem Bericht vom 02.11.2026 darlegte, wurde das wissenschaftliche Werk unter dem Projekttitel 2024ZD0524300 in der Fachzeitschrift „Chinese Journal of Chronic Disease Prevention and Control“ veröffentlicht.

Der Konsens basiert auf dem strukturierten Leitprinzip „Zehn Schutz, neun Reduktion, acht Vorbeugung“ und formuliert messbare Richtwerte für den Alltag.

Konkrete Zielwerte für eine gesundheitsfördernde Lebensweise

Das Fundament des Expertenmodells bildet die Kategorie der zehn gesunden Lebensweisen für Erwachsene. Die beteiligten Fachleute betonen hierbei fundamentale Verhaltensweisen, die das Risiko für chronische Beschwerden signifikant senken können. Für den Flüssigkeitshaushalt wird eine tägliche Wasseraufnahme von 1500–1700 ml empfohlen.

Darüber hinaus beinhaltet der Konsens klare Vorgaben für körperliche Aktivität und Erholung. Erwachsene sollten sich wöchentlich mindestens 150 Minuten moderat bewegen und für eine Schlafdauer von 7–8 Stunden pro Nacht sorgen. Neben Bewegung und Regeneration benennt das Papier auch konkrete Zielkorridore für das Körpergewicht: Ein gesunder Body-Mass-Index (BMI) liegt den Empfehlungen zufolge in einem Bereich von 18,5–23,9 kg/m².

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Reduktion von Ernährungsrisiken und Gefahrenabwehr

Den zweiten Pfeiler des Präventionskonzepts bildet die Empfehlung, neun zentrale Risikofaktoren konsequent zu verringern. Einen besonderen Schwerpunkt legen die 48 Experten dabei auf ernährungsbezogene Faktoren, die bei der Entstehung von Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen eine entscheidende Rolle spielen.

Konkret raten die Verfasser der Richtlinie zu folgenden Grenzwerten bei der täglichen Nahrungsaufnahme:
- Speisesalz: maximal 5 g pro Tag (?5 g/Tag)
- Zucker: maximal 25 g pro Tag (?25 g/Tag)
- Speiseöl: 25–30 g pro Tag

Als dritte Stufe schließt das Modell die Vorbeugung von acht spezifischen Gesundheitsgefahren ein, um Risikoprofile im Sinne einer ganzheitlichen Vorsorge frühzeitig zu adressieren.

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Individuelle Differenzierung für spezifische Zielgruppen

Die an der Ausarbeitung beteiligten Fachleute der Tianjin University of Traditional Chinese Medicine heben hervor, dass die genannten Richtwerte in erster Linie als Richtschnur für die allgemeine erwachsene Bevölkerung dienen. Das Modell berücksichtigt ausdrücklich die Notwendigkeit persönlicher Abstufungen: Bestimmte Personengruppen dürfen die standardisierten Vorgaben nicht zwingend schematisch anwenden.

Insbesondere ältere Menschen, Schwangere sowie bereits chronisch Kranke werden dazu angehalten, die jeweiligen Mengen und Zielwerte individuell an ihre spezifische gesundheitliche Ausgangslage anzupassen. Damit verknüpft der publizierte Expertenkonsens klare epidemiologische Orientierungsgrößen mit dem Erfordernis einer differenzierten Betrachtung vulnerabler Bevölkerungskreise.

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