SAP-Rechnungsautomation: Artificio startet KI-Lösung am 16. Juli
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 01:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Innerhalb weniger Tage haben mehrere Unternehmen leistungsfähige Tools vorgestellt, die Steuererklärungen, Rechnungen und Verträge automatisiert bearbeiten. Besonders deutsche Unternehmen mit SAP-Umgebungen profitieren von den Entwicklungen.
Spezialisierte Steuer- und Finanzlösungen
Drake Software hat am 15. Juli die Beta-Version von Drake SmartExtract für seine Online-Steuerplattform gestartet. Das Tool nutzt KI, um Daten aus Finanzformularen wie W-2, 1099 und K-1 zu extrahieren und Steuererklärungen automatisch zu befüllen. Die Desktop-Version soll in den kommenden Monaten folgen.
Parallel dazu brachte Canopy seine Tax Workflow Automation-Plattform auf den Markt. Sie bietet einen KI-gestützten Smart Intake und Lebenszyklus-Management für Steueraufträge. Diese spezialisierten Finanzwerkzeuge spiegeln sich auch im Immobiliensektor wider: Built Technologies hat am 15. Juli bekannt gegeben, dass es KI-Dokumentenverarbeitung auf Amazon Bedrock einsetzt. Das System verarbeitet über 250 Dokumenttypen für Bauprojekte – mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent. Die Bearbeitungszeit sank von Tagen auf Minuten.
SAP-Rechnungsautomation: Artificio startet durch
Für Unternehmen mit SAP-Systemen ist die Ankündigung von Artificio besonders relevant. Am 16. Juli launchte das Unternehmen seine KI-gestützte Rechnungsautomation für SAP ECC und S/4HANA. Das System unterstützt sieben Rechnungsszenarien und nutzt OData und BAPI für automatische Buchungen – ganz ohne Datenmigration. Gerade für deutsche Mittelständler, die oft auf SAP setzen, könnte dies eine echte Arbeitserleichterung bedeuten.
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PDF-Bearbeitung: Neue Funktionen und Suchmöglichkeiten
Der Markt für PDF-Editoren hat Anfang Juli ebenfalls bedeutende Updates erfahren. Superace Software veröffentlichte am 13. Juli UPDF Version 2.5.6 mit verfeinerter KI-Tonanpassung und Korrekturlesefunktionen sowie manueller Bilddrehung und Batch-Druck. Ein besonderes Angebot: Das PDNob Pro PDF Editor-Lebenszeitabonnement mit 6.000 KI-Credits endet am 19. Juli.
Im öffentlichen Sektor sorgt ein Team der University of Washington für Aufsehen. Am 5. Juli präsentierte es GovScape – ein Tool, das semantische und visuelle Suche in zehn Millionen PDF-Dokumenten aus Webarchiven ermöglicht. Die Forscher planen, die Datenbank auf 70 Millionen Dokumente aus den Jahren 2008 bis 2024 zu erweitern.
Plattform-Integrationen: KI als Arbeitsassistent
Workflow-Automation-Anbieter betten KI zunehmend direkt in bestehende Produktivitätssuiten ein. Cflow launchte am 15. Juli Version 15.0 mit KI-Agenten für Genehmigungsempfehlungen und einem digitalen Signiermodul. Am selben Tag erweiterte Zenphi seine Asana-Integration um eine KI-Schicht, die dynamische Tokens von Agenten wie Gemini und Claude in Google-Workflows nutzt.
Auch Google selbst ist aktiv: Der Suchmaschinenriese benannte NotebookLM in Gemini Notebook um und aktualisierte Gemini Spark – die Geschwindigkeit bei der Bearbeitung von Dokumenten und Tabellen stieg um über 50 Prozent.
Mit der Einführung neuer KI-Technologien in den Arbeitsalltag steigt auch der Bedarf an rechtlicher Absicherung gemäß dem EU AI Act. Ein kostenloser Download verschafft Ihnen den Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act Umsetzungsleitfaden kostenlos herunterladen
Vertragsmanagement: DocuSign setzt auf Perplexity
Bereits am 24. Juni integrierte DocuSign seine Vertragsmanagementsysteme mit der Perplexity-KI-Plattform. Juristische Teams können nun in natürlicher Sprache Verträge entwerfen und verfolgen. PFU betrat mit ScanSnap Cloud+ den Markt – ein Dienst, der KI zur Automatisierung von Workflows für gescannte Dokumente nutzt, zum monatlichen Abopreis.
Die Entwicklungen zeigen: Die KI-Revolution in der Dokumentenverarbeitung ist in vollem Gange. Wer seine Prozesse automatisieren will, hat derzeit so viele Optionen wie nie zuvor.
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