SteamOS, Valve

SteamOS 3.8: Valve öffnet Gaming-OS für Desktop-PCs

24.06.2026 - 02:33:37 | boerse-global.de

Valve macht SteamOS 3.8 für Desktop-PCs verfügbar. NVIDIA-Unterstützung ist in Arbeit, aber frühestens 2027 zu erwarten.

SteamOS 3.8: Valves Gaming-OS verlässt das Steam Deck
SteamOS - A futuristic gaming PC with a glowing NVIDIA GeForce RTX graphics card inside a transparent case, displaying the SteamOS interface on screen. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Spielekonzern Valve kündigte an, dass die neueste Version 3.8 des Systems ab sofort auf handelsüblichen Desktop-PCs installiert werden kann. Besitzer können sich damit ihre eigene „Steam Machine" zusammenbauen. Eine direkte Zusammenarbeit mit NVIDIA soll zudem künftig GeForce-RTX-Grafikkarten unterstützen – allerdings frühestens 2027.

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Eigenbau statt Fertiggerät

Bislang war SteamOS vor allem auf Valves Handheld Steam Deck zugeschnitten. Das ändert sich nun grundlegend. Valve-Programmierer Pierre-Loup Griffais bestätigte, dass die Software ab Version 3.8 auf Rechnern mit verschiedenen Standardkomponenten läuft. Besonders Systeme mit Intel- und AMD-Prozessoren profitieren von der Aktualisierung.

Die aktuelle Version 3.8.10 bringt den Linux-Kernel 6.16 sowie aktualisierte Mesa-Treiber mit. Sie setzt zudem standardmäßig auf das Wayland-Anzeigeprotokoll und die Desktop-Umgebung KDE Plasma 6.4.3. Wer sich einen optimalen Eigenbau zusammenstellen möchte, sollte nach Einschätzung von Branchenkennern eine AMD Radeon RX 6000 oder 7000 mit einem modernen AMD- oder Intel-Prozessor kombinieren.

NVIDIA-Unterstützung: Ein langer Weg

Bisher setzte SteamOS vor allem auf Open-Source-Treiber für AMD- und Intel-Hardware. Das soll sich ändern. Valve arbeitet nach eigenen Angaben eng mit NVIDIA zusammen, um die GeForce-RTX-Reihe zu unterstützen. Griffais zufolge hat das Unternehmen eigens ein wachsendes Team für die NVIDIA-Treiberentwicklung aufgebaut.

Die Integration gestaltet sich jedoch schwierig. Grund sind die starre Systemarchitektur von SteamOS und die proprietären Komponenten von NVIDIA. Ein offizieller Start der NVIDIA-Unterstützung ist daher 2026 nicht mehr zu erwarten. Branchenbeobachter rechnen frühestens 2027 mit der Freigabe. Bis dahin müssen Besitzer von NVIDIA-Karten auf Community-Lösungen wie Bazzite ausweichen.

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Intel-Handhelds und neue Hardware

Parallel zur Desktop-Offensive arbeitet Valve mit Intel an der Grafikunterstützung für neue Geräte. SteamOS 3.8.10 bringt erste Firmware-Unterstützung für kommende Intel-Handhelds und steuert die Controller der MSI-Claw-Geräte bei.

Erste Anwender haben bereits erfolgreich die SteamOS-3.8-Beta auf dem MSI Claw 8 AI Plus und Intels Arc-B580-Desktop-Grafikkarten gestartet. Intels Nick Mijuskovic betonte, dass es zwar noch keinen Zeitplan für SteamOS auf der Panther-Lake-Architektur gebe, man aber aktiv mit Valve an den nötigen Mesa-Treibern arbeite.

Vorbestellungen und technische Hürden

Neben den Software-Neuigkeiten hat Valve ein Vorbestellsystem für neue offizielle Steam Machines eröffnet. Der Vorverkauf läuft noch bis zum 25. Juni. Die Preise: 1.049 Euro für das 512-GB-Modell, 1.428 Euro für die 2-TB-Version. Die Geräte sind mit einem AMD Zen 4 Hexacore, 16 GB DDR5 und 8 GB GDDR6 ausgestattet.

Doch die Desktop-Version von SteamOS hat noch ihre Tücken. Die Installation erfordert derzeit ein Steam-Deck-Wiederherstellungsabbild und bietet keinen dedizierten Dual-Boot-Assistenten. In der Regel löscht die Installation daher das vorhandene Betriebssystem. Zudem bleiben Spiele mit Kernel-basierten Anti-Cheat-Systemen wie Valorant oder Call of Duty weiterhin unspielbar. Auch HDMI-CEC und variable Bildwiederholraten per HDMI fehlen in manchen Konfigurationen.

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