Wandern gegen Depressionen: Catherine bewältigte 550 Kilometer
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 15:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Intensive körperliche Betätigung wie Langstreckenwandern oder gezieltes Bodybuilding unterstützt Betroffene zunehmend dabei, Depressionen zu überwinden und ein neues Gefühl persönlicher Freiheit zu entwickeln.
Aktuelle Medienberichte greifen diesen Zusammenhang anhand persönlicher Erfahrungen sowie sport- und gesundheitswissenschaftlicher Aspekte auf. Körperliche Grenzerfahrungen und strukturierte Bewegungsmuster können einen wichtigen Beitrag zur psychischen Genesung leisten.
Krafttraining als Weg zu Selbstbestimmung und Körperakzeptanz
Eine Annäherung an den Sport zur Bewältigung persönlicher Krisen zeigt sich unter anderem im Kraftsport. Elizabeth Smart wechselte nach Erfahrungen im Marathonlauf zum Krafttraining und nahm in der Folge an mehreren Wettkämpfen teil.
Wie sie darlegte, habe ihr das Bodybuilding Freiheit und neuen Stolz auf ihren eigenen Körper zurückgegeben. Bereits 2025 veröffentlichte sie ihr Buch mit dem Titel „Detours: Hope & Growth After Life’s Hardest Turns“. Im April teilte sie erstmals Fotos von ihren Bikini-Bühnenauftritten auf Instagram.
Sportliche Platzierungen standen dabei nicht immer im Vordergrund. Bei Meisterschaften in Pittsburgh Anfang September 2026 belegte Smart zwar hintere Ränge, betonte jedoch, dass für sie vor allem die Präsenz auf der Bühne gezählt habe. Neben ihren sportlichen Aktivitäten moderiert sie seit August wöchentlich den True-Crime-Podcast „The Survivor Files with Elizabeth Smart“.
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Weite Strecken zu Fuß gegen mentale Krisen
Neben dem Kraftsport bietet auch das Gehen über lange Distanzen vielen Menschen Halt in schwierigen Phasen. Ein Beitrag des NDR thematisierte in diesem Zusammenhang, welchen Einfluss Wandern und die Bewegung in der Natur auf die menschliche Psyche ausüben. Dass solche Aktivitäten konkrete Lebenswenden begleiten können, zeigt das Beispiel von Catherine. Die 44-Jährige litt vier Jahre lang unter Depressionen, Burnout, Panikattacken und Ängsten.
Bereits vor mehr als 20 Jahren war sie erstmals 170 Kilometer über die Alpen gelaufen. Zehn Jahre später intensivierte sie die Vorbereitung, trainierte über ein Jahr lang auf einem 325 Meter hohen Hausberg und bewältigte schließlich innerhalb von vier Wochen eine Strecke von 550 Kilometern von München nach Venedig.
Mit ihrem Spendenlauf „You Walk for Health“ engagiert sich Catherine für ein Präventionsprojekt zur mentalen Gesundheit von Grundschulkindern; als neues Spendenziel strebt sie 60.000 Euro für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche an.
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Medizinische Einordnung und Empfehlungen für das Training
Die positiven Effekte von körperlicher Aktivität beruhen auf verschiedenen physiologischen und psychologischen Prozessen. Als Wirkmechanismen des Krafttrainings werden unter anderem die Ausschüttung von Endorphinen, eine verbesserte Schlafqualität sowie ein gestärktes Selbstwertgefühl genannt.
Dennoch gilt das Krafttraining in Fachkreisen nicht als alleinige Therapieform bei depressiven Erkrankungen, sondern als ergänzende Maßnahme. Eine vorherige ärztliche Abklärung sowie eine individuell abgestimmte Trainingsplanung werden empfohlen. Für den praktischen Einstieg bieten sich Einheiten mit leichten Gewichten bei zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche an.

