Deutschland, Tarife

AnnÀherung in Tarifrunde bei der Bahn

13.02.2026 - 23:56:28

Nach zÀhen GesprÀchen bei der Bahn gibt es Fortschritte: Beide Seiten berichten von AnnÀherungen. Wird die nÀchste Verhandlungsrunde den Durchbruch bringen?

In die festgefahrenen Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn kommt Bewegung. Nach dem Ende der vierten Verhandlungsrunde teilte ein Unternehmenssprecher mit: «Wir haben uns angenÀhert und erste VerstÀndigungen erzielt. Wir sind zuversichtlich, dass die letzten offenen Punkte in der nÀchsten Verhandlungsrunde gelöst werden können.» Diese soll am 23. Februar beginnen.

Auch aus Sicht der Gewerkschaft Deutscher LokomotivfĂŒhrer (GDL) bewegen sich die GesprĂ€che in die richtige Richtung. «In den zurĂŒckliegenden Verhandlungstagen konnten in wesentlichen Punkten tragfĂ€hige AnnĂ€herungen erzielt und strukturelle Fragen weiter geklĂ€rt werden.» Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Gewerkschaftsvorstand mahnte aber, dass «das bisher Erreichte nur dann Bestand haben wird, wenn die GesprĂ€che weiterhin mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit gefĂŒhrt werden».

Über die konkreten Inhalte des Verhandlungsstands wollten sich die Tarifparteien nicht Ă€ußern.

Erstes Angebot abgelehnt

Noch Mitte der Woche hatte die GDL mit dem Abbruch der Verhandlungen gedroht. Ihr Chef Mario Reiß forderte, noch in dieser Woche zu einem Ergebnis zu kommen. BeschĂ€ftigte und FahrgĂ€ste stimmte er bereits auf mögliche Warnstreiks ein. Zwar gilt noch bis Ende Februar eine Friedenspflicht, in der keine ArbeitskĂ€mpfe möglich sind. Ab MĂ€rz könnte die Gewerkschaft aber den Bahnverkehr erneut mit einem Ausstand lahmlegen.

Zuvor hatte die Bahn ein erstes Angebot in der Tarifrunde vorgelegt, das die GDL aber umgehend zurĂŒckgewiesen hatte. Es sah unter anderem eine Entgelterhöhung von 3,8 Prozent in zwei Schritten vor. Über sogenannte Strukturanpassungen im Tarifsystem sollten die GehĂ€lter um weitere 2,2 Prozent steigen. Gemeint war damit etwa die EinfĂŒhrung einer weiteren Entgeltstufe. GDL-Chef Reiß hatte erklĂ€rt: «Das DB-Angebot mit 6 Prozent bei 30 Monaten Laufzeit bedeutet fĂŒr dieses Jahr lediglich 0,4 Prozent Steigerung.»

@ dpa.de

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